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ANIME REVIEW: KARE KANO [German/Deutsch]

Worum geht es?

Wer erinnert sich nicht an seine 1. Liebe? Vor allem an die schönen Zeiten zu Anfang der noch so jungen Liebe? Oder einfach daran wie alles begann? Yukino ist das „Strebermädchen“ Nr. 1 auf ihrer Schule. Schlau und beliebt, kann man meinen, dass Yukino ein tolles Mädchen ist. Doch das ist alles Fassade. Sie kann es nicht ausstehen „hinten“ dran zu sein und hat Angst unbeliebt und einsam zu sein, wenn sie nicht das ist, was sie allen vorgibt. Eines Tages taucht Arima in der Schule auf und setzt sich ebenfalls an die Schulspitze. Das stößt Yukino natürlich sauer auf und sie versucht ihn zu demütigen, wo sie nur kann. Doch der Schuss geht nach hinten los: Als Arima bei ihr zu Hause etwas abgeben will, sieht er sie das erste Mal in ihrer „Alltagskleidung“. Daher erpresst er sie, seine Hausaufgaben zu erledigen, damit er schweigt. Damit verletzt er sie zu tiefst und auch er ist sich ziemlich unsicher in seinen Verhalten. Es kommt wie es kommen musste. Beide haben eine Aussprache nach der Schule und kommen sich dabei näher. Der Beginn einer großen Liebe?

Kare Kano entstammt der Feder von Masami Tsuda welche von Februar 1996 bis April 2005 in 21 Ausgaben den Manga im Lala Magazin des Hakusensha Verlages herausbrachte. 1998 folgte unter Gainax und J.C. Staff die Anime Version in 26 Episoden mit einer Gesamtspielzeit von etwa 60 Minuten, unter der Regie von Hideaki Anno welcher zusammen mit Tatsuo Satou auch das Skript bzw. das Screenplay schrieb. Für die Musik sind Fumiya Fujii und Shiro Sagisu zuständig.
Die Erstausstrahlung war am 2. Oktober 1998 bis zum 26. März 1999 auf TV Tokyo. 2005 folgte die erste Veröffentlichung des Anime innerhalb Deutschlands bei Carlsen Manga. Ende März 2018 erschien die Gesamtausgabe des Anime auf 5 DVDs bei Nopponart.

Geschichte:

Kare Kano überzeugt durch seine humorvolle Geschichte welche sich mittels einiger etwas ernsteren Themen nicht ganz in einer Komödie verliert. An verrückten Szenerien und so manch absurder Auftritt kommt allerdings auch Kare Kano nicht vorbei und lässt dabei die Lachmuskeln hart arbeiten. Dazu trägt auch die Liebesbeziehung der beiden Hauptprotagonisten Yukino Miyazawa und Souichirou Arima deutlich bei. Im wesentlichen dreht sich auch das Animationswerk um eben jene Liebesbeziehung welche so ganz anders abläuft wie man es sonst kennt.
Wenngleich der Ablauf des Anime anders ist wie erwartet, so besitzt er einen roten, welcher allerdings etwa zwei Episoden lange in etwa der Hälfte des Geschehens durch Rückblenden-Filler unterbrochen wird.

Idee:

Innovativ kann man Kare Kano keinesfalls nennen, zu abgedroschen ist dieses Thema schon damals gewesen. Und dies nicht nur was das Highschool-Setting angeht, auch die Art und Weise der Erzählung ist nichts Neues. Wenngleich allerdings nicht neu wurde die Idee dennoch schön umgesetzt.

Charaktere:

Was die Charaktere betrifft, so kommt Kare Kano nicht um die stereotypische Romanzen Charakter herum. Wobei Yukino und Souichirou durch ihre gut geschriebene Persönlichkeit, als eben jene, meist nicht auffallen und definitiv nicht nerven oder abgedroschen wirken. Vielmehr zeichnen sich die Charaktere in Kare Kano durch Übertriebenheit in alle Richtungen aus.
Dabei halten sich verrückte, ernste und wenn man es bei diesem Anime normale Charaktere nennen kann, die Waage. Dadurch ist eine gute Mischung der Charaktere gegeben, welche das Werk durchgehend unterhaltsam werden lassen, der Zuschauer allerdings nicht von der Eintönigkeit gelangweilt wird.

Bild:

Obwohl Kare Kano in die Jahre gekommen ist, das merkt man hierbei nicht nur an dem Bildformat 4:3, sondern auch an dem Animationsstil, gibt es nichts zu bemängeln. Überzeugen konnte der Anime vor allem durch seine eigenwillige Animation im Hinblick auf die humorvollen Szenerien. Aber auch der allgemeinen Charakterdesigns. Die verwendete Mischung aus Chibi, minimalistischer und realitätsnahen Darstellung, bereitet beim Zuschauen Spaß und gibt dem Werk einen gewissen Reiz.

Musik:

Musikalisch konnte Mai Fukuda mit dem Opening Tensho no Yubikiri vollends überzeugen. Die verwendete Musikrichtig sowie der Gesang in Kombination mit den verwendeten Szenerien harmonisieren hierbei nahezu perfekt und spiegeln das Werk Kare Kano gekonnt wieder.

Aber auch das Ending Yume no Naka e von Atsuko Enomoto und Chihiro Suzuki welches in Episode 1 bis 24 und 26 sowie das Ending Kaze Hita Yoru von Maria Yamamoto und Yuki Watanabe welches in Episode 25 zu hören ist, stimmten perfekt den Zuschauer in die nächste Folge ein.

Sprecher/Ton:

Bei der deutschen Umsetzung des Werkes Kare Kano durch die Synchronfirma Kuraoka Entertainment GmbH dem unser Kenntnis nach jetzigem Berlin & Bikini Studios GmbH wurde gute Arbeit geleistet. Die Dialoge sind von Mario von Jascheroff glaubhaft und unterhaltsam umgesetzt worden, wenngleich nicht gänzlich perfekt.
Was die deutsche Synchronisation angeht, so haben die Sprecher Constantin von Jascheroff als Arima Souchirou und Rubina Kuraoka als Yukino Miyazawa ihre Rollen glaubhaft herübergebracht.
Auch die restlichen Sprecher wie Kim Hasper als Katsuma Ikeda oder Julia Kaufmann als Sakura Tsubaki, sowie die restlichen 14 Nebencharaktersprecher machten ihre solide. Generell stimmte die Synchronisation, allerdings gab es auch vereinzelt Szenen in denen die Dialoge etwas gelangweilt vorgetragen wirkten.

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