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ANIME REVIEW: Texhnolyze

Worum geht es?

© RONDO ROBE TEHNOLYZE COMMITTEE. All rights reserved.

Im unterirdischen Großstadtghetto Lukuss ist nicht Geld das bedeutendste Gut, sondern die Texhnolyze-Technologie, die den Austausch von menschlichen Körperteilen gegen bionische ermöglicht und somit in der Lage ist, Leben zu verlängern. Texhnolyze ist somit gleichermaßen Statussymbol, als auch Luxusgut. Als sich der junge Boxer Ichise mit den falschen Leuten einlässt und aus Rache eines Armes und Beines beraubt wird, schleppt er sich schwer verletzt durch die dunklen Slums und wird dabei von der Wissenschaftlerin Eriko Kamata aufgelesen. Die ist gerade mit der Entwicklung eines neuen Texhnolyze-Prototypen beschäftigt und so versieht sie ihn ungefragt mit einer Arm- und Bein-Prothese der neuesten Texhnolyze-Generation und rettet so sein Leben. Dies stellt Ichiro allerdings vor allerlei Probleme…

Texhnolyze wurde Ende September 2003 in Japan unter der Regie von Hiroshi Hamasaki im Studio Madhouse produziert und veröffentlicht. und von April 2004 bis Ende Februar 2005 in den englischsprachigen Ländern veröffentlicht. Juni 2006 bis Ende Januar 2007 folgte die deutsche Umsetzung durch SPVision. November 2018 erschien schließlich unter Nipponart die Gesamtausgabe auf DVD und Blu-ray.

Als Serienkomponist was Chiaki Konaka zuständig, während Shin Yoshida, Noboru Takagi und Kenji Konuta zusammen mit Konaka das Screenplay übernahmen. Das Charakterdesign übernahmen Yoshitoshi Abe, Shigeo Akahori, Toshihiro Nakajima und Morfumi Naka. Die Musik stammt von Hajime Mizoguchi.

Geschichte:

Texhnolyze überzeugt mit einer spannenden Geschichte rund um den Jungen Ichise und dem Thema der Körperverbesserung. Dabei geht das Animationswerk selten tiefer in die Thematik als es unbedingt sein muss und konzentriert sich deutlich auf die visuelle Darstellung.

Wer nun allerdings einen tiefgründigen Anime erwartet wird nur bedingt bei diesem Werk glücklich werden. Dennoch wurde die Geschichte gutgeschrieben und von überflüssigen Filler verschont, wodurch wir hier eine strukturierte und fließend fortgesetzte Geschichte haben. Allerdings bedeutet dies nicht, dass der Anime vollkommen verständlich gehalten ist.

Wie oft in Werken die sich um spezielle Themen drehen, ist es auch bei Texhnolyze gut in einigen Szenerien zwischen den Zeilen zu lesen, sind doch oft einige Aussagen und Visuelle Effekte so konzipiert, dass es reine Interpretationssache ist und man lange darüber nachdenken kann.

Es sei noch gesagt, dass das Animationswerk Texhnolyze nicht an Gewaltdarstellungen geizt, welche allerdings stets zur Aufzeigung Gesellschaftlicher Probleme genutzt wird.

Außergewöhnlich ist die Tatsache, dass das Animationswerk Texhnolyze anders als andere Werke, mit relativ wenigen Dialogen auskommt. Dabei ist das Werk so konzipiert, dass der Zuschauer dies nicht vermisst.

Idee:

Grundsätzlich ist das Grundkonzept von Texhnolyze nichts neues. Viele Spiele, Bücher und Filme haben bereits von Texhnolyze die Verbesserung des Menschen durch Technologie thematisiert, allerdings zeigt Texhnolyze hier weniger die Übergeordneten Effekte, also die Auswirkung auf die gesamte Menschheit auf. Viel mehr wird hier die Ideologische Seite aufgezeigt, welche zumindest so selten bis gar nicht thematisiert wurde und so, auch heute noch nicht übersättigt ist.

Charaktere:

Das Animationswerk Texhnolyze bietet eine Reihe unterschiedlicher Charaktere wobei der Großteil allerdings austauschbar und keinesfalls originell ist. Dennoch repräsentieren diese Charaktere Gesellschaftliche Faktoren, wodurch diese stereotypen durchaus eine Daseins Berechtigung besitzen.
Keigo Oonishi welcher in der deutschen Umsetzung von Stefan Gossler gesprochen wird, ist solch ein stereotypischen, aber notwendiger Charakter. Der Anführer der Organo ist ein gerecht und ein fähiger, rational denkender, kritisch hinterfragender Anführer welcher stark an einige romantische Darstellungen von Yakuza oder anderen Gangsterbossen erinnert.
Innerhalb der Geschichte des Werkes Texhnolyze, erfahren allerdings auch diese stereotypen einen gewissen Anteil charakterlicher Weiterentwicklung.

Bild:

Trotz seines Alters kann Texhnolyze mit einer soliden Farbsättigung, schönen Charakterdesigns sowie eine stellenweise beeindruckende Farbkomposition begeistern. Dabei bleiben die erwähnten Charakterdesigns stets glaubwürdig, wenngleich einige Roboter sehr futuristisch gehalten wurden.
Die Animation ist auch in actionreichen Sequenzen flüssig wodurch spannende Inszenierungen möglich wurden. Zudem wurden keine Artefakte oder sonstige Bildfehler gefunden.

Musik:

Musikalisch konnte der Anime durch das Opening Guardian Angel (Xavier’s Edit) von Juno Reactor glänzen. Die Endings Tsuki no Uta von GACKT und Walking Through the Empty Age von Youko Ishida schafften jeweils ein gelungenes Abklinken der einzelnen Episoden.

Der Soundtrack innerhalb des Werkes Texhnolyze von Hajime Mizoguchi untermalte vereinzelte Szenerien gekonnt und rundete dadurch diese durch eine passende Atmosphäre ab.

Sprecher/Ton:

Synchrontechnisch überzeugte das Synchronstudio Rainer Brandt Filmproduktions mit Sitz in Berlin auf voller Linie. Durch die Bank weg, waren die Synchronsprecher rund um Gerrit Schmidt-Foß als Ichise und Marie-Luise Schramm als Ran authentisch. Zudem waren Animation und Synchronisation synchron und der Ton passend zu den sonstigen Effekten und Musikstücken. Schnittfehler sind innerhalb der 530 Minuten Anime-Material nicht aufgefallen.

TEXHNOLYZE
85
Geschichte
80
Idee/Setting
75
Charaktere
88
Bild/Animation
90
Musik
86
Synchronisation/Ton
Reviewer 84 / 100

Fazit:

Texhnolyze ist ein Cyberpunk/Sci-fi Anime durch und durch. Bietet allerdings auch Stoff um das geschehene zu vergegenwärtigen. Dabei geizt der Anime nicht mit Gewaltdarstellungen, welche allerdings für die Geschichtserzählung essenziell sind.

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