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Anime Review: Kara no Kyoukai – the Garden of sinners

Worum geht es?

„Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“, basiert auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe  von Kinoko Nasu, welche von Takashi Takeuchi illustriert wurde. Die mehr als 500.000 Mal verkaufte Romangrundlage wurde sowohl als Hörspiel als auch in einer Anime-Filmreihe adaptiert. Die sieben Einzelfilme sind zwischen 2007 und 2009 in den japanischen Kinos gelaufen.

Die Light-Novel-Reihe erzählt die Geschichte des gewöhnlichen Jungen Mikiya, der in einer Welt, die von Magie und Fabelwesen geprägt ist, auf die unter einer mehrfach gespaltenen Persönlichkeit leidende Schülerin Shiki trifft. Obwohl sich beide ihrer Beziehung zueinander nicht bewusst sind, kommen sie sich trotz oder eventuell gerade wegen der Einflüsse eines bösen Zauberers näher, gegen den sie sich im Laufe der Geschichte verteidigen müssen.

„Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ entstand unter der Regie von Ei Aoki im Studio ufotable. Takashi Takeuchi war hierbei für die Original Charakterentwürfe zuständig, welche von Tomonori Sudou und Takurou Takahashi für die Animation angepasst wurden. Beide Charakterdesigner waren zu dem als Animationsregisseur tätig. Yuki Kajiura komponierte für die Filmreihe die Musik, während Yoshikazu Iwanami als Tonmeister tätig war.

Geschichte:

Das Animationswerk „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ erzählt in sieben Filmen die Geschichte von Mikiya und Shiki. Zwei grundlegend gegensätzliche Persönlichkeiten welche zueinanderfinden und dabei mysteriöse Mordfälle und von Zauberern verursachten Zwischenfälle aufklären.
Dabei ist hier Shiki als Fokuspunkt der Geschichte zu betrachten.

Die Geschichte hierbei in sieben einzelne Filmen anstatt einer Serie abzuhandeln, war definitiv keine Fehlentscheidung. Anders als in einer wohl 12-teiligen Anime-Serie, schaffen es nämlich die verschiedenen Filme trotz ihrer auf den ersten Augenblick losen Verbindung die Spannung nicht verfliegen zu lassen. Dazu kommt der Augenblick wenn sich alle Fäden zu einem bündeln und der Zuschauer das große ganze Rekonstruieren kann.

Doch um ehrlich zu sein, dass „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ erzählerisch gut werden wird, daran hatte ich von Anfang an keine Bedenken. Haben wir es doch hier mit dem Studio zutun, welches schon mit dem Fate-Franchise zeigte und immer noch zeigt, was sie können. Und dennoch, fehlt es den Filmen an einer gewissen tiefe. So werden einige Filme bezüglich der Aufklärung des Fälle viel zu oberflächlich abgehandelt und verbleiben ohne nennenswerte Konsequenz für die Protagonisten.

Kleiner FunFact am Rande, „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ spielt im Fate-Universum. Wodurch besagte Zauberer hinsichtlich der Fate-Lore durchaus zu beachten wären.

Idee:

Mysteriöse Morde, Zauberer welche Menschen als Versuchskaninchen benutzen sowie eine Zweifelhafte Freundschaft, dies ist das Grundkonstrukt von „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“. Diese Grundidee ist hierbei keine Besonderheit, da vieles bereits in Titeln des Fate-Franchises vorkam und dennoch wurde die Idee sowie das Setting spannend Umgesetzt.

Charaktere:

Mit Mikiya Koktou, Azaka Kokutou, Shiki Ryougi sowie Touko Aozaki, bietet „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ sowohl sehr spezielle aber auch gleichzeitig stereotypische Charaktere.

Mikiya, nimmt hierbei den Part des zuversichtlichen, recht naiven normaler Menschen ein, welcher sich durch seine Ideale größtenteils in Gefahr bringt und dennoch nicht von ihnen ablässt. Obwohl Mikiya kein Detektiv ist, liegt diese Tätigkeit ihm sehr gut. So wird er bald ein zuverlässiger Partner für die Magierin Touko Aozaki. Touko Aozaki, welche eine Art Detektei für übernatürliche Vorkommnisse leitet, kann man durchaus als das Klischee eines Magiers des Fate-Universums bezeichnen. So gibt sie nicht nur das eigene Geld, sondern auch das Gehalt ihrer Angestellten für allerlei Anschaffungen aus. Sie als Feind zu haben, bedeutet einen großen Fehler begangen zu haben.
Ihre Schülerin Azaka Kokutou lehrt sie allerdings intensiv. Wenngleich Azaka lediglich aufgrund ihrer starken Zuneigung gegenüber ihres Bruder zur Magierin wurde, um mit Shiki Ryougi konkurrieren zu können. Gegenüber  ihrem Bruder zeigt dies oft darin, dass sie ihn gerne einmal in Besitz nimmt und andere Mädchen, die sich ihm nähern, als Feinde betrachtet und entsprechend ausfallend ihnen gegenüber wird.

Shiki Ryougi ist hierbei der interessanteste, aber leider nicht tief genug entwickelte Charakter der Filmreihe. Ursprünglich mit einer gespaltenen Persönlichkeit behaftet, wird Shiki im Laufe der Geschichte durch gewisse Umstände zu einem relativ normalen Mädchen, wenngleich ihre Vergangenheit und der darin Verankerte Verlust immer wieder Schmerzen bereitet. Shiki ist zudem der einzige Charakter, welcher eine nennenswerte Charakterentwicklung genoss.

Bild:

Was die Bild- und Animationsqualität angeht, so ist „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ auf dem gleichen Niveau wie viele andere ufotable Werke. Darunter allen voran, dem Fate-Franchise. Gerade in Kampfsequenzen, welche flüssig abliefen, zeigt sich hier ufotable erneut von seiner besten Seite, aber auch die Charakterdesign sowie das allgemeine Szenenbild waren auf einem gewohnt hohem Niveau. Dabei ist gerade die Farbgestaltung sowie der gute Kontrast zu nennen, diese waren perfekt eingesetzt.

Musik:

Wenn man bezüglich der Musik den Namen Yuki Kajiura hört oder liest, so ist dies der Garant für eine stimmige musikalische Untermalung des Werkes. In „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ wurde Kajiura dieses Titels wieder einmal gerecht. Zu jederzeit war die Untermalung stimmig mit dem Geschehenen und gab diesem eine zusätzliche empfindsame Ebene für den Zuschauer.

Auch Kalafina, welche schon bei der TV-Anime-Serie Fate/stay night Unlimited Blade Works beteiligt war, zeigte sich hier erneut mit dem Ending Oblivious von ihrer besten Seite.

Sprecher/Ton:

Für die deutsche Umsetzung von „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ war die Synchronfirma VSI Synchron GmbH mit Sitz in Berlin zuständig. Das Dialogbuch übernahm hierbei Detlef Klein und die Dialogregie lag bei  Reinhold Kospach.
Grundsätzlich gibt es bei der deutschen Umsetzung des Werkes „Kara no Kyōkai – the Garden of sinners“ nichts zu bemängeln. Die Sprecher sind authentisch und keinesfalls zu überbetont gewählt worden. Und dennoch haben wir mit Tobias Nath als Mikiya Koktou, Christin Marquitan als Touko Aozaki und Petra Barthel als Shiki Ryougi drei talentierte Sprecher welche kaum Rollen innerhalb der Anime Welt inne haben.

Kara no Kyoukai - the Garden of sinners
89
Geschichte
75
Idee/Setting
80
Charaktere
95
Bild/Animation
90
Musik
87
Synchronisation/Ton
Reviewer 86 / 100

Fazit:

„Kara no Kyoukai: the garden of sinners“ überzeugt mit einer fesselnden Mystery-Krimi-Serie über 7 Filme hinweg. Dennoch sind einige Aufklärungen der Fälle nicht so tiefgründig wie sie hätten sein können. Auch die Charaktere sind zwar gut gestaltet aber sehr stereotypisch gahalten.

Im Gesamtbild konnte das Animationswerk „Kara no Kyoukai: the garden of sinners“ allerdings überzeugen.

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