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ANIME REVIEW: BASILISK – DIE CHRONIKEN DER KOUGA NINJA [German/Deutsch]

Worum geht es?

„Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja handelt von zwei befeindeten Ninja Clans, die sich auf Befehl des Shoguns in einen blutigen Krieg stürzen. Zwischen den Fronten stehen die beiden Führer der Clans, ein junges Paar, Gennosuke Kouga und Oboro Iga, die sich vor dem Kriegsausbruch auf ihre Hochzeit vorbereitet haben.
Der über die Zeit angestaute Hass zwischen den beiden Clans endet in einem gewaltigen Krieg der Ninjakünste.
Die beiden Liebenden müssen sich entscheiden, ob sie ihre Liebe für den Krieg aufgeben oder sich gegen ihre Clans stellen.

Geschichte:

Obwohl die Geschichte offensichtlich eine recht moderne japanische Version von Shakespeares „Romeo und Julia“ darstellt, ist sie keinesfalls ein einfacher Abklatsch, sondern bietet neben der offensichtlichen Liebesgeschichte auch Shonen-Anime typischen Kämpfe. Das diese zwei Genre durchaus harmonieren können, haben bereits andere Werk gezeigt. Doch „Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja“ legt neue Maßstäbe. Actionreiche Sequenzen werden durch mehr oder weniger tiefsinnige Gespräche ergänzt und durch viele kleine Hintergrundgeschichten abgerundet.

Ob die Liebenden das gleiche Schicksal wie „Romeo und Julia“ ereilt? Das möchte ich an diese Stelle nicht verraten, wie schrieb bereits Shakespeare? Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage…

Idee:

Das mittelalterliche Japan ist sicherlich keines der neuesten Settings, dennoch wurde dieses sehr gut umgesetzt und authentisch zur Geltung gebracht. Die Verantwortlichen schafften es, die japanische Geschichte gekonnt in Szene zu setzen, ohne unglaubwürdig zu erscheinen.

Charaktere:

„Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja“ bietet eine breite Palette an Charakteren, manche einfacher andere durchaus Kompliziert gestrickt. Dabei verzeichnet das Werk durchaus auch stereotypische Charaktere.

Das beste Beispiel hierbei ist wohl Tenzen Yakushiji, er tritt gerne als Anführer auf, obwohl es im nicht obliegt, diesen Posten zu beanspruchen. Da er allerdings deutlich besser im Kampfgeschehen agiert, ist er die bessere Wahl. Da seine loyalität ganz dem Ninja Clan und dessen Zukunft gilt, trifft er meist fragwürdige und durchaus moralisch verwerfliche Entscheidungen. Er tritt meist Ruhig und gelassen aber von Zeit zu Zeit auch eiskalt auf.

Das genaue Gegenteil ist Oboro Iga. Obora ist die rechtmäßige Anführerin des Iga Clans. Sie ist keinesfalls Kampferprobt und verabscheut das Morden. Meist ist sie etwas ungeschickt, was allerdings durchaus ihre niedliche Seite darstellt. Im Allgemeinen tritt sie freundlich auf, selten sind negative Gefühle bei ihr zu erkennen. Diese Eigenschaft und ihre Liebe zu Gennosuke Kouga, machen es Oboro nicht leicht den Krieg ihrer Familie zu ertragen.

Gennosuke Kouga ist der rechtmäßige Erbe des Kouga Clans, sein Traum ist es, dass endlich Frieden zwischen den Iga und Kouga herrscht. In seiner Liebe zu Oboro Iga sieht er diese Möglichkeit auf einen endgültigen Frieden gekommen. Gennosuke ist ein geborener Anführer, obwohl er es nicht möchte, muss er allerdings den Iga Clan bekämpfen, denn der bisher existierende Nicht-Angriffs-Pakt welche 400 bestand, hatte, wurde aufgelöst. Seine Gefühle zu Oboro Iga sind hierbei allerdings stets präsent und erschweren ihm das Vorgehen gegen seine Geliebte.

Da „Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja“ eine sehr große Charakterwelt bietet, könnte ich noch mindestens 17 weitere Charaktere aufzählen, belasse es allerdings bei diesen drei welche die Hauptrollen in diesem Werk darstellen.

Jeder Charakter für sich genommen, vermag zwar in gewissen Teilen, stereotypisch zu sein, doch er ist auch zeitgleich durch seine einzigartigen Kräfte und Schwächen bemerkenswert.

Bild:

„Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja“ kommt im 16:9 Format daher. Dabei ist allerdings auf den ersten Blick schon zu erkennen, dass der Anime etwas älter ist. Erschaffen im Jahr 2005 sind es nun elf Jahre seit der Erstausstrahlung. Dies vermag sowohl die Animation wie auch die allgemeine Bildqualität nicht zu verbergen. Die Animation ist zwar flüssig, dennoch ist der Zeichenstil an manchen Stellen nicht mehr zeitgemäß, was allerdings auch kein Wunder ist. Dies ist auch nicht weiter schlimm. Negativer ist die Tatsache, dass das Bild eingestaubt wirkt aufgefallen. Hier hätte man auch 2005 schon deutlich besser die Farben zu geltung bringen können.

Musik:

Was die musikalische Untermalung anbelangt, so wurde hier hervorragend gearbeitet. Sowohl das Opening, wie auch das Ending sind Animatorisch wie musikalisch sehr gelungen und vermitteln eine passende Atmosphäre.

Innerhalb des Anime schafft der Soundtrack vor allem in actionreichen Sequenzen den Anime gekonnt zu Unterstützen. Hier muss ich allerdings sagen, dass ich mir insgesamt mehr Musik gewünscht hätte, ansonsten sehr gut umgesetzt.

Extras:

Als Extra hat Nipponart der Collectors Edition ein Poster sowie ein Booklet mit Informationen zu den Charakteren den Disc beigelegt.

Sprecher/Ton:

Durchweg schafften die Sprecher von „Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja“ zu überzeugen. Sei es nun Stefan Günther als Gennosuke Kouga, Gabrielle Pietermann als Oboro Iga, Walter von Hauff als Tenzen Yakushiji oder einer deren Kollegen, stets waren die Emotionen authentisch herübergebracht. Dabei wirkte keiner der Sprecher verkrampft oder unnatürlich, wodurch es ein Genuss war die deutschen Stimmen zu hören.

Seltsame Dialoge oder Mischfehler sind mir ebenfalls nicht aufgefallen.

Fazit:

Anfangs war ich skeptisch gegenüber „Basilisk: Die Chroniken der Kouga-Ninja“, ich wusste nicht so recht was ich von diesem Anime halten soll, doch schlussendlich überzeugte mich das Werk auf ganzer Linie. Zwar gab es Momente welche sich durchaus in die Länge zogen und die Motivation ein wenig reduzierte, doch das Gesamtbild war fantastisch. Gute Kämpfe gepaart mit einer Liebesgeschichte, dazu noch toughe Sprüche und ein Setting, das passt. Von meiner Seite aus, nur zu empfehlen.

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