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Wie ist der Fate-Titel in der Zukunft?

Worum geht es?

Leere … nichts als Stille und Dunkelheit – das ist alles, was Hakuno Kishinami in seinem Gedächtnis noch vorfinden kann, als er in einer merkwürdigen, virtuellen Welt zu sich kommt. Ohne eine einzige Erinnerung an die Vergangenheit findet er sich nun in einen Kampf ums nackte Überleben verwickelt, dessen Gewinner ein Preis von unschätzbarem Wert winkt: der Heilige Gral. Der Gral, so heißt es, könne seinem Besitzer jeden Wunsch erfüllen und so muss Hakuno sich gemeinsam mit seinem geheimnisvollen Servant in einem Kampf um Leben und Tod Freund und Feind zugleich erwehren. Doch mehr als nur der Gral lockt Hakuno eine Antwort auf die wichtigste aller Fragen: „Wer bin ich?“

Anfang des Jahres 2018 erschien „Fate/Extra: Last Encore“ das erste Mal in Japan. Mitte desselben Jahres erschien der Fate-Ableger weltweit auf Netflix. Die Serie entstand unter der Regie von Yukihiro Miyamoto bei Studio SHAFT. Die Hauptregie übernahm Akiyuki Shinbou, während die Serienkomposition von Kinoko Nasu stammt. Das Original Charakterdesign wiederum wurde von Wadarco entworfen, welches von Masaaki Takiyama für die Animation umgesetzt wurde.
Die Musik komponierte Satoru Kousaki.

Geschichte:

Grundsätzlich, ist die Alternative Umgebung des Animatonswerkes „Fate/Extra: Last Encore“, welche aus der „Fate/Stay Night“-Geschichte abgewandelt wurde, erzählerisch solide. Das Geschehen in eine digitale Welt zu versetzen ist für die Fate-Anime-Reihe etwas erfrischend neues. Wenngleich wie bei fast allen „Fate“-Werken die Prämisse dieselbe ist, der Kampf um den alle-Wünsche-erfüllenden heiligen Gral. Dieser wird zwar in diesem Werk, aufgrund der digitalen Umgebung abgeändert, doch keinesfalls zu etwas grundlegend neuem.

Hier haben wir auch den erzählerischen Punkt, welcher die Geschichte nur solide und nicht zu etwas gutem oder gar brillanten macht. Diese Art von Geschichte, wurde einfach auf zu vielen vergleichbaren Arten, welche sich zu ähnlich sind, erzählt.

Da hilft es auch nicht den Protagonisten später in eine Ansammlung von Datenresten zu „verwandeln“ und somit einen gewissen Plot-Twist zu erzwingen. Auch das diesmal, wenn auch recht spät, die love-interst getauscht werden und so, sich das Mädchen sich zuerst verliebt, ist keine wirkliche Bereicherung der Geschichte und bezüglich des storytellings recht einfallslos.

Idee:

Den heiligen Gral Krieg von der physischen in eine digitale Welt zu transferieren, ist durchaus etwas gewagt, doch nicht vollends vergeblich. So gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten den Krieg darzustellen. Theoretisch zumindest. Praktisch wurde dies in dem Werk „Fate/Extra: Last Encore“ allerdings kaum angewandt.

Zu schnell und ohne Spannung wird das Geschehene abgehandelt, wodurch das Setting schnell vergessen wird und somit auch die verschiedenen Möglichkeiten.

Charaktere:

Bezüglich der Charaktere des Animationswerkes „Fate/Extra: Last Encore“ kann man durchaus streiten. Eines ist allerdings sicher, man merkt, dass Kinoko Nasu nicht diese entworfen hatte. Obwohl es sich bei „Fate/Extra: Last Encore“ um ein Spinn-Off, eine Alternative Version oder wie man es auch nennen mag handelt, verhalten sich die meisten Charaktere Fate untypisch. Mit der Ausnahme unserer liebenswerten Tsundere Tohsaka. Welche, wie auch immer, sich in eine Version von Lancer verwandeln kann.

Die Charaktere sind deutlich überzogen und stellenweise durch ihre Aktionen unglaubwürdig. Und dann haben wir wieder Aktionen dieser, welche so gut zu dem Wesen eines Fate-Magiers passen. Diese Ungleichheit und launenhafte Darstellung macht es kaum möglich die Charaktere einzuordnen.

Dazu kommt, dass die meisten Charaktere sich bereits am Anfang vollständig verändern, um dann zu stagnieren und keine weitere Charakterentwicklung zu genießen. Zudem werden die wenigen bedeutsamen Charaktere einer nach dem anderen ohne großen Handlungsbogen eliminiert. Wodurch der Zuschauer keine Gelegenheit besitzt sich emotional einem der Antagonisten oder Nebencharaktere anzunähern.

Apropos Annäherung, dass Nero, also Saber eine Charakterentwicklung als Servant durchmacht, ist positiv zu vermerken, wenngleich dafür die Charakterentwicklung des Hauptprotagonisten Hakuno zu wünschen übrig lässt.

Bild:

Dass bei „Fate/Extra: Last Encore“ weder das für den „Fate/Stay Night: Unlimited Blade Works“-Titel zuständige Studio ufotable, noch dessen Animation und Charakterdesign-Team zuständig waren, merkt man bereits in den ersten Episoden. Nicht nur, dass die Charaktere bezogen auf die Animation, einfacher gehalten wurden, auch ihr Erscheinungsbild gerade bei den aus anderen Werken bekannten Charakteren, ist ein völlig anderes. So wurde zum Beispiel aus der jungen, stolzen Saber aka Artoria  Pendragon, eine ungewollt leicht lächerliche Version, mit dem wahren Namen Nero Claudius. Doch nicht nur die Charaktere, auch die allgemeine Animation, sind nicht mit ufotable’s Werk vergleichbar. Dennoch muss man dem Werk zugutehalten, dass der eigensinnige Stil als Ableger-Variante, einen soliden Eindruck hinterlässt.

So sind auch die Farbsättigung sowie der Farbkontrast gut gesetzt worden und die Farben im Allgemeinen angenehm kräftig gewählt worden.

Musik:

Musikalisch muss sich „Fate/Extra: Last Encore“ nicht vor anderen zum „Fate“-Universum gehörenden Serien und Filmen verstecken. Sowohl das Opening von T.M. Revolution mit dem Titel Bright Burning Shout, wie auch das von Sayuri stammende Ending  Tsuki to Hanataba machten in Verbindung mit der Animation einen guten Eindruck.

Wenngleich letzterer Titel aufgrund der Stimmlage von Sayuri zu kindlich und schrill wirkt.

Die allgemeine musikalische Untermalung innerhalb des Animationswerkes „Fate/Extra: Last Encore“, welche von Satorou Kousaki stammt, schaffte es in den notwendigen Szenen diese zu untermalen. Dabei blieb das Musikstück allerdings immer im Hintergrund und drängte sich nicht hervor.

Sprecher/Ton:

Grundsätzlich gibt es an der deutschen Umsetzung des Synchronstudios SDI Media Germany mit Sitz in München, bezogen auf das Animationswerkes „Fate/Extra: Last Encore“, keine maßgeblich negativen Punkte. Das Dialogbuch schrieb hierbei Andrea Solter, während die Dialogregie Daniela Arden übernahm.

Zwar haben wir mit Katharina Schwarzmaier als Saber oder eben Nero Claudius und Mario Linder als Hakuno Kishinami in den Hauptrollen, zwar recht neue Stimmen was die japanischen Animationswerke angeht, dennoch erledigten diese ihre Arbeit annehmbar.

Grundsätzlich wurden hier mit Ausnahme von Karim El Kamouchi und einigen wenigen anderen, recht unbekannte Stimmen verwendet, was zwar das Herz eines Fate-Fans schmerzt, allerdings der Qualität nicht schadet.

Einziger großer (persönlicher) Minuspunkt ist die Wahl Katharina Schwarzmaier als Saber einzusetzen. Zwar möchte ich wiederholen, dass die Arbeit an sich gut war, doch die Stimmlage passte meiner persönlichen Empfindung nach, nicht zu der gewohnten etwas kräftigeren Majestätischen Stimme, der alternativen Saber-Versionen.

Fate/Extra: Last Encore
70
Geschichte
79
Idee/Setting
65
Charaktere
90
Bild/Animation
85
Musik
80
Synchronisation/Ton
Reviewer 78.2 / 100

Fazit:

„Fate/Extra: Last Encore“ bietet eine solide Geschichte mit interessanten Charakteren, wenngleich diese im Gegensatz zu anderen Spinn-Off-Charakteren nicht vollständig mit den Hauptwerken harmonieren.

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