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Mit diesen Mädchen solltest Du dich nie anlegen – Burst Angel Review

Worum geht es?

© 2003 GONZO/Project BAKUTEN • © 2003-2007 GONZO/Project BAKUTEN

Jo, Amy, Meg und Sei sind vier grundverschiedene junge Frauen, die sich zu einem unberechenbaren Team von Privatdetektivinnen zusammengeschlossen haben, den „BURST ANGEL“. Sie lösen souverän alle Aufträge und werden dabei von Django, einem sehr schlagkräftigen Cybot, unterstützt. Versetzt Euch in ein futuristisches Tokyo, welches zu einer technologischen Hölle verkommen ist und von kriminellen Banden kontrolliert wird. Unsere tapferen Heldinnen lassen sich nicht unterkriegen und nehmen es mit jedem ihrer furchterregenden Feinde auf, wie verrückt gewordene Cybots oder einem Mann, der zu einem schrecklichen Monstrum mutiert ist.

Das Studio GONZO, die Schöpfer von Last Exile, Hellsing und Blue Submarine No. 6, waren für das Animationswerk „Burst Angel“ (Bakuretsu Tenshi) aus dem Jahre 2004 unter der Leitung von Koichi Ohata verantwortlich. 2005 startete die hiesige Veröffentlichung des Werkes bei Panini Video ein Tochterunternehmen des deutschen Panini Verlags. 2014 folgte eine Gesamtausgaben Veröffentlichung inklusive der OVA auf DVD und Blu-ray bei nipponart.

Geschichte:

„Burst Angel“ bietet eine durchaus solide Geschichte welche viele actionreiche Kämpfe bietet und so den Zuschauer unterhält. Allerdings schafft es die eigentliche Handlung mit eben genannten Kämpfen nicht die Geschichte in ein Verhältnis zu bringen, wodurch diese mehr zur Nebensache wird, obwohl hier ein großes Potential gewesen wäre.

So verkommt die Geschichte zu einer reinen „Sexy Girls vermöbeln böse Jung und machen Mechas zu Schrott“-Compilation.

Erst gegen Ende des Animationswerkes nimmt dieses Fahrt auf und überzeugt durch ein gutes Storytelling gepaart mit actionreichen kämpfen. Wenngleich auch hier durch die schnelle Abhandlung Abzüge in der B-Note getätigt werden müssen.

Idee:

Wie bereits gesagt ist dieser Anime nichts weiter als die Tatsache, dass Sexy Mädchen böse Jungs zu Brei schlagen und dennoch wurde diese Idee konsequent umgesetzt und durch ein passende Pre-Apokalypse-Szenario ergänzt. Hierbei ist allerdings anzumerken, dass das Werk mit Innovationen bezüglich des Settings spart und sich auch sonst nicht mit seinem Setting von anderen ähnlichen Werken abhebt.

Charaktere:

Die Geschichte ist nichts Besonderes, auch die Idee und Setting ist nicht wirklich gelungen, dann überzeugt das Werk doch sicherlich mit seinen guten Charakteren denkt ihr Euch sicherlich. Nein. Einfach nein. Leider bleiben die Charaktere überwiegend typische Stereotypen wie in jedem zweiten Action Anime mit sexy Girls. Lediglich Joe bekommt innerhalb des Animes eine höhere Bedeutung durch eine anscheinend interessanten Hintergrundgeschichte. Doch auch diese verblasst mit der Auflösung dieser zu einem „Erst war ich ganz wild, doch dann hab ich mein Gedächtnis verloren“-Fall. Alle übrigen Charaktere verkommen zu weiten Teilen zum Mittel zum Zweck.

Meg’s Daseinsberechtigung zum Beispiel besteht im Grunde nur darin, sich von bösen Jungs entführen zu lassen damit Joe in ihren Mecha steigt und sie aus der Bredouille holt. Oder Kyouhei, einem Charakter welchen ich eigentlich als eine Art Harems-Ritter zu erst abstempelte, wird ausschließlich ängstlich gezeigt und ist wohl die unnötigste Figur in diesem Werk. Hier stellt sich wirklich die Frage zu was dieser Charakter eingeführt wurde.

Und Amy ist einfach nur für den Kawaii-Faktor zuständig.

Insgesamt ist also dieses Werk bezogen auf seine Charaktere beziehungsweise deren Darstellung ein Reinfall.

Bild:

Die Animationen sind, wie von GONZO auch bei anderen Werken auf einem hohen Niveau. Wenngleich einige CG-Elemente anfangs Probleme bereiteten und auch die Mechas innerhalb dieses Werkes recht plastisch wirkten und die Bewegungen hakelig ausschauten. Doch an diese Tatsachen gewöhnt man recht schnell und blendet dies aus. Die Action ist flüssig animiert und bleibt stets dynamisch und auch die Charaktere sind zu jeder Zeit gut gezeichnet, wenngleich es mir so vorkam als würden die Brüste innerhalb des Anime größer werden… Zwar hat GONZO schon bereits besseres Abgeliefert, dennoch ist hier eine qualitativ gute Arbeit geleistet worden.

Musik:

Musikalisch konnte Masara Nishida das Werk sehr gut unterstützen. Insbesondere die Actiongeladenen Momente welche bekanntlich einige innerhalb des Werkes sind, wurde hier passend untermalt. Das Opening Loosey von THE STRiPES sowie das Ending Under the Sky von cloudica waren zwar gewöhnungsbedürftig, allerdings schafften diese nach wenigen Episoden zu überzeugen.

Sprecher/Ton:

Für die deutsche Synchronfassung war das Studio G&G Studios in Kaarst unter der Dialogbuch und -regie von Christian Schneider zuständig.

Ist das Werk sonst eher mäßig zu beurteilen, so überzeugte die deutsche Fassung mit passenden Dialogen sowie stimmige Stimmen. Sei es nun Hans Bayer als Erzähler, dessen Stimme perfekt für die Arbeit war, eine Katja Liebing auch als Ume Aihara in Citrus bekannt, als süße Amy, Kordula Leiße welche auch als Witchblade im gleichnamigen Anime zu hören war oder Heiko Obermöller welchen ihr als Blain Anglaus aus OVERLORD III kennen könntet als Kyouhei und so viele mehr, durch die Bank weg überzeugte die deutsche Fassung.

BURST ANGEL
50
Geschichte
40
Idee/Setting
55
Charaktere
80
Bild/Animation
90
Musik
90
Synchronisation/Ton
Reviewer 67.5 / 100

Fazit:

„Burst Angel“ hatte viel potential, welches durch ein schlechtes bis gar nicht vorhandenes Storytelling, langweilige Charaktere sowie Innovationsarmut zunichte gemacht wurde. Einzig die Actionreichen Kämpfe mit ihren passenden musikalischen Untermalungen und der gelungenen deutschen Fassung, konnten positiv hervorstehen.

Wer actionreiche Kämpfe mag wird diesen Anime mögen, muss allerdings abstriche in der B-Note ertragen.

 

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