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KissAnime & KissManga für immer geschlossen

Die Piraterie-Anime- und Manga-Websites „KissAnime“ und „KissManga“ sind seit Sonntag nicht mehr zugänglich. Bei Zugriff auf beiden Seiten ist die Meldung: „All files are taken down by copyright owners. The site will be closed forever. Thank you for your supports.“ was übersetzt bedeutet: „Alle Dateien wurden von Copyright-Inhabern entfernt. Die Seite wird für immer geschlossen sein. Vielen Dank für Eure Unterstützung.“

In einem Beitrag auf dem Discord-Kanal „KissCommunity“ (der behauptet, dass er von Community-Mitarbeitern und nicht von den Seite-Administratoren betrieben wird) heißt es außerdem: „Die Seiten sind endgültig weg, Daten wurden gelöscht und können nicht wiederhergestellt werden.“
Die Webseiten „KissAnime“ und „KissManga“ sind stellten Raubkopierte englischen Untertiteln sowie englisch synchronisierten Anime und Mangas mit englischen Übersetzungen bereit.

Neues Urheberrechtsgesetz in Japan erlassen

Das japanische Parlament hat im Juni ein vorgeschlagenes überarbeitetes Urheberrechtsgesetz verabschiedet, um das Gesetz zu erweitern und diejenigen zu bestrafen, die wissentlich illegal hochgeladene oder raubkopierte Mangas, Magazine und akademische Werke herunterladen. Das überarbeitete Gesetz tritt am 1. Januar in Kraft. Die Überarbeitung verbietet auch Webseiten, die ab dem 1. Oktober Hyperlinks zu Raubkopien von Medien enthalten.

Ein Unterausschuss der japanischen Agentur für kulturelle Angelegenheiten einigte sich im Februar 2019 auf einen Plan zur Schaffung umfassender Gesetze, die das wissentliche Herunterladen aller illegalen Medien aus dem Internet verbieten. Dieser Plan gab jedoch Anlass zur Sorge, da Kritiker argumentierten, die strengeren Vorschriften seien zu weit gefasst und würden die Meinungsfreiheit der Internetnutzer beeinträchtigen. Die Agentur für kulturelle Angelegenheiten enthüllte später einen Entwurf des Plans, welcher Ausnahmen für Screenshots enthält. Eine japanische Kabinettssitzung genehmigte den Gesetzentwurf am 10. März. Zuvor hatte das Urheberrecht nur die Bestrafung für das Herunterladen illegal hochgeladener Musik und Videos sowie für das illegale Hochladen aller Materialien vorgesehen.

Mangamura wurde 2018 geschlossen

Die japanischsprachige Manga-Piraterie-Webseite „Mangamura“ wurde im April 2018 nicht mehr zugänglich, nachdem die japanische Regierung Internetdienstanbieter in Japan offiziell aufgefordert hatte , den Zugang zu drei raubkopierten Manga-Webseiten, einschließlich „Mangamura“, zu sperren.

Hoshi no Romi immer noch aktiv

Die Verlage Shueisha, Kodansha, Kadokawa und Shogakukan hatten am 4. September 2019 eine Klage gegen die Webseite „Hoshi no Romi“ eingereicht. Die Kläger behaupteten, „Hoshi no Romi“ und drei andere Webseiten, auf denen angeblich über 93.000 gescannte Manga-Bände gehostet wurden, seien Nachfolger der japanischen Manga-Piraterie-Website „Mangamura“ und verstießen damit gegen Urheberrechte und erzielten Gewinne. Die Unternehmen forderten Schadensersatz und die Schließung der Standorte.

„Hoshi no Romi“ scheint nach Romi Hoshino, alias Zakay Romi, einem mutmaßlichen Administrator von Mangamura, benannt zu sein. Hoshino wurde später im September 2019 nach Japan ausgeliefert.

Im April 2018 verklagten japanische Verlage die englischsprachige Webseite und schafften deren Schließung. Neben Hoshino, verhaftete die Polizei weitere Personen im Zusammenhang mit unautorisierten Hochladen von Manga.

Allerdings wies Richter Lewis J. Liman vom New Yorker Südbezirksgericht am 11. Mai 2020, die gemeinsame Klage von Shueisha, Kodansha, Kadokawa und Shogakukan gegen die nicht genannten Administratoren der Webseite „Hoshi no Romi“ und drei anderer von den USA gehosteten Webseiten ab.

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1 Kommentar

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Italo Beat Boy 26. August 2020 at 14:32

Schade eigentlich. Falls ich irgendeinen Anime anschauen wollte, der nicht lizenziert wurde, war Kissanime immer meine erste Anlaufstelle.

Naja, gibt’s genug andere Fansub-Seiten. Auch wenn man es nicht tun sollte. Ich hab zwar Abos bei Wakanim, AoD & CR, aber hin und wieder guck ich auch Animes auf…. nicht ganz legalem Wege an. Wie gesagt, nur Animes, die nicht lizenziert wurden oder gegebenfalls auch unzensierte Animes, die auf den legalen Streamingseiten nur zensiert gezeigt werden (Ishuzoku Reviewers zum Beispiel).

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