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ANIME REVIEW: TENJO TENGE [German/Deutsch]

Worum geht es?

Auf den ersten Blick scheint die Todou Schule eine ganz normale Schule zu sein. Ein leichtes Spiel für Nagi Souichirou und Bob Makihara hier die Macht an sich zu reißen und die Schule zu beherrschen. Sie haben noch nie einen Kampf verloren. Jedoch birgt diese Schule viele dunkle Geheimnisse…

Schon bei der ersten Prügelei, die sie anfangen, werden sie von Maya Natsume und Masataka Takayanagi, zwei Mitgliedern des Jyuken-Clubs, besiegt. Als die Enforcer, eine Gruppe, die eigentlich die Disziplin an der Schule wahren soll, auf die beiden aufmerksam werden, schließen Nagi und Bob sich dem Jyuken-Club an, um sich gegen die Enforcer zu rüsten. Eine Action-geladene Geschichte mit viel Humor und nackter Haut, die zeigt, wie der junge Nagi erwachsen wird und seine Fähigkeiten als Kämpfer immer weiter verbessert.
Tenjo Tenge erschien erstmals am 2. April 2004 auf Nippon TV unter der Produktion von MADHOUSE, Ogure Ito und avex mode das Licht der Welt. Maßgeblich verantwortlich war hierbei der Mangaka Oh! Great, welcher die Idee zu dieser Geschichte hatte.

Geschichte:

Tenjo Tenge ist ein typischer T&A-Fighting Anime. Dies bedeutet, dass der Zuschauer sich auf eine Menge zerfetzender Kleidungen und Kämpferinnen mit über über großen Vorbauten gefasst machen muss. Doch neben diesen Tatsachen, bietet Tenjo Tenge noch eine recht solide Geschichte welche abgesehen von stellenweise unnötigen und völlig zufälligen Kämpfen, auch von Liebe und Familiendramen handelt. Dennoch, obwohl Tenjo Tenge zu einen der besseren Prügel-Anime zählt, schaffte er es nicht diese Kämpfe in innovativer Art und Weise wiederzubringen. Und so bleiben bis auf eine solide Geschichte, nur Blutige Nasen und gebrochene Knochen.
Idee:
Kämpferinnen mit großen Argumenten, deren Kleider bei der kleinsten Berührung zu zerbersten drohen, gepaart mit Familiendramen und einer seltsamen Liebeserklärung, dies überzeugte so gar nicht. Aus heutiger Sicht ist allerdings diese Erzählweise sehr ausgeleiert und bietet keine Innovationen.

Charaktere:

Tenjo Tenge bietet eine Vielzahl an verschiedensten Charaktere, dennoch sind diese wiederum so stereotypisch, das sie kaum im Gedächtnis verbleiben. Seien es nun der Hauptprotagonist Souchirou Nagi, ein ungehobelter, aggressiver, vorlauter, rotzfrecher Teenager, welcher nicht weiß, wann er die Mund halten sollte allerdings für Freunde durch die Hölle und zurück gehen würde.
Aya Natsume die jüngere Schwester von Maya Natsume welche die 10. Klasse besucht. Aya ist ein lebensfrohes, aufgewecktes, nettes und sehr attraktives Mädchen, dennoch sieht sie sich im direkten vergleich mit ihrer Schwester als Verliererin, dies unterstreicht sie oftmals mit Worten wie stilvoll, elegant, wunderschön, stark und intelligent im Zusammenhang mit ihrer Schwester.
Oder auch Maya Natsume, Aya’s ältere Schwester, welche die Chefin des Juken-Kampfclubs, welcher neben Aya auch andere starke Mitglieder angehört ist. Im Verlauf des Anime fungiert sie außerdem als Meisterin und Trainierin der Charaktere Souichiro Nagi und Bob Makihara, welche ebenfalls Mitglieder des Juken-Kampfclubs sind. Neben ihrem Äußeren welches als sehr attraktiv und stark bezeichnet wird, ist sie zudem eine intelligente und selbstbewusste Frau.
Sie alle sind mehr oder weniger Stereotypen dieses Genres. Starke Männer und Frauen welche sich gegenseitig mal mehr und mal weniger Grundlos verprügeln. Dabei kann sich der Zuschauer und selten mit diesen Charakteren identifizieren, auch ist eine Charakterentwicklung nur bedingt zu erkennen.
Zusammengefasst: Tenjo Tenge hat Charakterlich durchaus potential, hat dieses allerdings an das Genre verschenkt.

Bild:

Bild- und Animationstechnisch überzeugte Tenjo Tenge durchweg. Die Animationen waren sauber und flüssig gerade das Opening kann man hier durchaus als gutes Beispiel nehmen. Die Farbsättigung hätte zwar stellenweise besser sein können, dennoch passte sie zu den gezeigten Szenen. Das Charakterdesign ist zudem sehr gut gewählt und spiegelt das Genre wieder. Wenngleich einige Animationen durchaus auch 2004 hätten besser gestaltet werden hätte können.

Musik:

Musikalisch konnte der Anime nur bedingt überzeugen. Weder konnte der Sountrack von Masamori Takumi emotionen erschaffen, noch unterstützte der Soundtrack den Anime. Das Opening ist herbei die Ausnahme, dieses spiegelt den Comedy Aspekt des Werkes gekonnt wieder. Allerdings wurde auch der Ending Song gekonnt umgesetzt, wenngleich hier die gewählte Animationsart nicht vollends gelungen war.

Sprecher/Ton:

Synchrontechnisch konnte das Werk tenjo Tenge aus dem Synchronstudio Elektrofilm Postproduction Facilities GmbH, überzeugen. Die Stimmen waren klar und authentisch, die gewählten Sprecher klangen weder gekünstelt noch erzwungen. Einige Sätze waren zwar seitens dem Dialogregisseur Ulrich Johannson zu Umständlich beziehungsweise Überflüssig gewählt worden, doch dies brachte dem Werk keine Einbußen.
In einigen Szenen waren zwar die Soundeffekte nicht ganz punktuell perfekt gesetzt, dies wirkte sich aufgrund seiner kurzweiligen Art allerdings nicht negativ auf den Anime aus.

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