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Anime Review: Speed Grapher [Komplettbox]

2005 erblickte „Speed Grapher“ das Licht der Welt, 2007 erschien der Anime dann bei uns und nun 9 Jahre später folgt die Komplettbox durch Nipponart. Doch wie ist dieser Anime eigentlich so? Das klären wir heute für Euch.

© 2005 GONZO
© 2005 GONZO

Worum geht es?

Unter der schillernden Oberfläche des Tokioter Vergnügungsviertels versteckt sich ein Sündenpfuhl aus Korruption, Prostitution und Glücksspiel. Der ehemalige Kriegsfotograf Tatsumi Saiga verdient sein Geld inzwischen als Paparazzo und begibt sich in die Tiefen des Roppongi Clubs, den Inbegriff des Lasters. Dort begegnet er der Tänzerin Kagura, die von allen „die Göttin“ genannt wird. Durch ihren Kuss erwachen in Saiga übernatürliche Kräfte, mit deren Hilfe er das Mädchen vor den Fängen eines grausamen Syndikats beschützen muss.

Story:

Wer den Anime „GANTZ“ geliebt hat, wird auch die Geschichte hinter „Speed Grapher“ lieben. Denn die düstere Geschichte, welche das Land des Lächelns auf eine ganz andere Art präsentiert, ist ganz im Stil eines Spladder Anime. Es wird viel geschossen, die Korruption ist an jeder Straßenecke und auch Prostitution wird hier sehr deutlich thematisiert. Auch wenn dies alles ein wenig auf die eigentliche Story gedrückt hat, wurde dennoch darauf geachtet, dass alles im Gleichgewicht blieb. So folgte auf eine actionreiche Folge oder Szene meist eine für die Geschichte oder dem Hintergrund der Charaktere wichtige Folgen beziehungsweise Szenen.

Dabei war alles stets düster gehalten, womit eine sehr drückende Atmosphäre aufkam. Die relativ heiteren Szenen mit Kagura waren eine gekonnte Abwechslung, störte allerdings keineswegs die sonst düstere Atmosphäre, sondern ergänzte sie vielmehr.

Idee:

Die Idee an sich ist nicht sonderlich originell, auch wenn diese gut umgesetzt wurde. Denn das Setting das ein Retter (Tatsumi Saiga) auf eine gefangene (Kagura) trifft und durch irgendwelche Umstände dann plötzlich magische Kräfte besitzt, ist nicht neu. Was diesen Anime allerdings ausmacht, sind die vielen versteckten politischen Botschaften in den einzelnen Szenen. So wird hier das Thema Menschenexperimente aber auch das Allgemeine Thema Krieg angesprochen und super in die Geschichte eingearbeitet.

Charaktere:

Die Charaktere waren eher durchwachsen, einerseits merkt man, dass die noch anfangs sehr schüchterne Kagura gegen Ende viel selbstbewusster wurde, auch wenn sie dennoch in der „Opfer“ Rolle fest saß.

Bei dem Protagonisten Tatsumi Saiga ist mir kaum eine Charakterentwicklung aufgefallen, das mag daran liegen, das er schon von Anfang an ein etwas übermenschliches Selbstbewusstsein besaß oder das gar keine richtige Charakterentwickung stattfand. Das Einzige, was man als Charakterentwicklung ansehen könnte, war als Saiga zu einem der Euphorias wurde und seine Kraft bekam. Von dort an schien er noch furchloser zu sein als er ohnehin schon war und glich zum Teil wie ein unbesiegbarer Mensch.

Der Charakter welcher mir am deutlichsten im Gedächtnis geblieben ist, ist Hibari Ginza. Die Polizeiinspektorin aus der New Metro Police in Tokio ist eine typische Haudrauffrau. Ehrgeizig, eigensinnig und stur. Allerdings kann sie auch anders, das merkt man gerade gegen Ende des Anime, denn hier zeigt sie deutlich ihre eifersüchtige Seite, allerdings auch das sie ihren stolz hat.

Generell kann man sagen, das die Charakter eine gewisse Entwicklung bekommen haben, welche allerdings nicht immer so hervorstachen wie sie eigentlich könnten.

Bild:

2005 erblickte der Anime in Japan das Licht der Welt und wurde im Jahr 2007 dann in Deutschland vollends veröffentlicht. Diese Zeit merkt man an einigen Stellen dem Anime auch bei der von uns getesteten Gesamtbox an. Hauptsächlich erkennt man dies an den Hintergründen, welche relativ starr sind. Allerdings ist das Bild an sich scharf und die Animationen flüssig, dies gilt auch bei den Kämpfen in denen wohl die meiste Zeit investiert wurde, denn diese sehen spektakulär aus, vor allem für die Zeit, als der Anime ursprünglich erschien.

Musik:

Das Opening sowie das Ending ist Geschmacksache, die Melodie passte zwar klang allerdings sehr eintönig und nerve auch nach einigen Episoden dann doch. Die Musik innerhalb der Anime ist selten hörbar vorgekommen, dennoch war diese passend zu der jeweiligen Szene gewählt und unterstützte die Atmosphäre deutlich.

Sprecher/Ton:

Oh ja, das Thema Synchronsprecher. Dies ist immer so ein Streitthema, wie wir wissen. Doch im großen und ganzen gibt es bei diesem Anime nichts zu meckern. Oliver Mink etwas Bassarme Stimme verpasste Tatsumi Saiga etwas sehr persönliches und gar nicht gekünstelt.

Marieke Oeffinger als Kagura hingegen wollte bei mir nicht so recht Anklang finden, auch wenn die Stimme an sich mir sehr gefallen hatte, und bestimmt auch zum Charakter passte, konnte dennoch nicht das Gefühl geweckt werden, dass es der Charakter ist, welcher gerade spricht.

Allerdings konnte man merken, das die Sprecher sich eine Menge mühe gegeben hatten den Charakteren eine gute Stimme zu geben. Das merkt man besonders an den Herren Tänzerinen, welche im Anime vorkamen.

 

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Fazit:

Mit Speed Grapher hat Nipponart eine Gesamtbox herausgehauen, welche umhaut. Nicht nur was die Geschichte und ihre subtilen Botschaften angeht, auch die Sprecher waren toll, auch wenn Marieke Oeffinger mich persönlich nicht in ihren Bann ziehen konnte. Die Animation war gut und scharf allerdings merkt man hin und wieder das Alter des Anime. Die Musik des Opening und Ending waren für mich persönlich nach einigen Episoden nur noch ein graus, was allerdings eben Geschmacksache ist.

 

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