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Anime Review: Blue Submarine No. 6

1998 erschien einer der ersten vollständig am Computer animierte Anime, nun am 26. Januar erschien der Anime bei Nipponart als Blu-ray Version. Doch was steckt in dem Anime? Das klären wir heute!

Worum geht es?

Blue Submarine No. 6 © 1998 Satoru Ozawa – Bandai Visual – Toshiba EMI – Gonzo
Blue Submarine No. 6
© 1998 Satoru Ozawa – Bandai Visual – Toshiba EMI – Gonzo

Die Menschheit hat es geschafft: Durch den durch Umweltverschmutzung verstärkten Treibhauseffekt, ist das Eis an den Polarkappen geschmolzen. Es gibt nur noch wenige Orte, wo Menschen leben können – und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, schmiedet ein verrückter Professor, der durch Kreuzungen zwischen Mensch und Tier eine neue Rasse von Hybridwesen erschaffen hat, auf seiner Insel Pläne zur Vernichtung der Menschheit. Die übrig gebliebenen Staaten wollen das natürlich nicht zulassen und schicken ihre verbliebenen Kriegsschiffe los, um den Professor und dessen Ungeheuer aufzuhalten. Eines der Schiffe ist die Blue 6, ein hochentwickeltes U-Boot, dessen Crew im Militär hohes Ansehen genießt. Zwei Mitglieder dieser Crew sollen heimlich auf die Insel geschleust werden, um den Wahnsinn des Professors zu stoppen. Die junge U-Boot-Pilotin Mayumi Kino und der Kriegsveteran Tetsu Hayami machen sich, wie befohlen, auf den Weg, um das Unheil aufzuhalten, bevor alles zu spät ist. Werden sie es schaffen, oder wird die Menschheit untergehen?

Story:

Der Anime versucht etwas aufzugreifen, was sowohl zu seinem Produktionjahr (1998) wie auch heute noch topaktuell ist, die Umweltverschmutzung durch den Menschen. Dabei bedient er sich den Aspekt eines verrückten Wissenschaftlers, welcher die Welt zerstören möchte. Doch so einfach ist der Anime nicht, denn obwohl die eigentliche Gefahr wie die Menschen meinen von Zorndyke ausgeht, ist dies nur ein Trugbild. Denn die Gefahr ist meist dort wo man sie am wenigsten denkt.

Obwohl der Anime ein aktuelles Thema auffasst und auch eine interessante Story besitzt, wurde allerdings der Spannungsfaktor vergessen. So wird die Geschichte um die Rettung des Planeten in vier Episoden abgefrühstückt und enthält leider kaum packende Stellen. Dafür trumpft der Anime mit seinen Unterwasseraufnahmen und actionreichen Unterwasserschlachten.

Idee:

„PETA“ trifft „Das Boot“, dies ist zwar zugegeben ein übertriebener Vergleich dennoch kann man diesen Anime als eine Kooperation zwischen Umweltschützern und U-Boot Führern sehen. Denn die so schaut die Story zu Beginn aus und auch im laufe des Anime ändert sich nichts daran, dabei ist die Idee nicht schlecht und soweit ich weiß auch noch nicht so oft aufgegriffen worden. Dennoch wurde das Potenzial eines solchen Settings nicht ganz ausgeschöpft und lediglich auf Kämpfe und eine Welt, die zu überlaufen droht, reduziert.

Charaktere:

Die Charaktere sind recht Stereotypisch, wir haben einen Kämpfer der gerne alleine seine Aufträge erledigt und einen Komplex hat, da er bei einem Auftrag überlebte und sein Kamerad nicht. An seiner Seite steht das Mädchen Mayumi Kino, welches seine Eltern verlor aber von der man leider sonst nichts erfährt. Dies trifft leider auf so ziemlich jeden Charakter des Anime zu. Es fehlt deutlich an Hintergrundinformationen der Charaktere, da hilft es auch nicht, das der verrückte Professor Zorndyke seine Familie und Enkelkinder verloren hat und dadurch so verrückt wurde.

Bild:

Nehmen wir mal das veraltete 4:3 Bildformat außen vor, so war der Anime damals 1998 als erstes komplett am Computer erschaffene Anime etwas besonderes. Leider sieht man diesen gewagten Schritt dem Anime an, hier und da sind unschöne Animationen der Walfischähnlichen Wesen zu sehen und generell merkt man welche Charaktere per Cel-Animation und welche mit Computeranimation erschaffen wurden. Allerdings ist die Bildqualität an sich gestochen scharf und die Bewegungen flüssig.

Musik:

Musik als solches gibt es in dem Anime recht wenig, lediglich das Ending ist klar als Musikstück ausmachbar und hier hat man sich sichtlich Mühe gegeben einen beruhigenden Ton zu finden welcher zu einer Atmosphäre im Meer passt.

Sprecher/Ton:

Generell waren die Sprecher von „Blue Submarine No. 6“ eher Durchschnitt, es waren zwar keine Patzer an sich oder seltsamen Stellen aufgetreten, allerdings waren die Stimmen teilweise recht lustlos vorgetragen worden, schien mir. Das mag daran liegen das kaum einer der Sprecher der Hauptprotagonisten Erfahrung im Sprechen von Anime hatte oder auch daran, das 1998 gerade der Aufbruch der Anime in Deutschland war, doch es ist leider ein Fakt den man nicht weg diskutieren kann.

 

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Was am Ton besonders aufgefallen ist, war die Tatsache das der Ton in einigen Szenen sehr dumpf Klang dies war sowohl an Land wie auch im Meer zu bemerken, dabei waren sowohl Dialoge wie auch Geräusche betroffen.

 

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Fazit:

„Blue Submarine No. 6“ war zweifelslos einer der ersten am Computer entstandenen Anime und zu seiner Zeit bestimmt auch ein guter Vertreter seines Genres. Leider merkt man ihm allerdings an, das er ein vorreiter war, sind doch einige Szenen und Animationen leider nicht so schön wie heute, auch die Sprecher hatten wenig Erfahrung. Und dennoch trumpft er mit seinen tollen actionreichen Szene und einem Setting das sehr aktuell ist.

 

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