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Anime Review: Persona 3 – The Movie #01 – Spring of Birth

Am 27.11.2015 veröffentlichte peppermint anime den ersten der Persona 3 Movies, „Persona 3 – The Movie #01 – Spring of Birth“. Der Film ist eine Adaption von Atlus Shin Megami Tensi: Persona3, doch kann der Anime auch den Erwartungen gerecht werden, selbst wenn man das Spiel nicht kennt?

Überblick:

Eine verborgene Stunde zwischen Mitternacht und ein Uhr, die sogenannte Schattenstunde birgt ein tödliches Geheimnis, innerhalb dieser Stunde lauern Monster in der Dunkelheit und machen Jagd auf die Menschen, welche sich hierhin verirrt haben. Der geheime Schulklub namen S:E.E.S. (Specialized Extracurricular Execution Squad) ist dafür zuständig, diese Monster zu vernichten, dennoch haben sie keine Ahnung was eigentlich diese Schattenstunde genau ist.

Konzept:

Wer das Spiel „Shin Megami Tensei: Persona 3“ nicht kennt, wird sich sehr schwer tun diesen Anime zu verstehen. Dies liegt daran, das einfach zu wenig Erklärt wird um die Zusammenhänge zu verstehen und schließlich auch zu begreifen wieso die Charaktere so agiere wie sie es eben machen. Das muss nicht zwangsläufig schlecht sein da man sich dadurch sehr konzentriert, dennoch schafft hier es Persona 3 nicht richtig zu fesseln.

Es wird versucht die Hintergrundgeschichten des jeweiligen Charaktere zu erzählen, was allerdings gründlich daneben geht. Da ein Großteil der Geschichte als Zeitsprünge erzählt wird, fehlen hier und da Handlungsstränge. Dies muss aber nicht bedeuten, das der Anime an sich nicht schlüssig ist, gerade im letzten drittel nimmt die Geschichte fahrt auf und erzählt die Informationen, welche man so dringend gewollt hatte.

Diese Art der Erzählweise ist gewöhnungsbedürftig und man muss definitiv dies mögen. An sich gibt es drei Filme, doch „Persona 3 – The Movie #01 – Spring of Birth“ endet nicht abrupt wie man es denken würde, er erzählt eine in sich geschlossene Geschichte. Allerdings irritieren die Szenen nach dem Outro hier ein wenig, diese sollen wohl einen Cliffhanger erzwingen, was definitiv nicht gelungen ist, hier ist der Zuschauer mehr irritiert wie auf die Fortsetzung „heiß“ gemacht.

Charaktere:

Die Charaktere sind so eine Sache für sich bei diesem Anime. Hier ist definitiv der Begriff Seegang gut zu gebrauchen, denn die Entwicklung der Charaktere ist zwar gegeben und teilweise auch richtig gut umgesetzt, aber auf der anderen Seite passen die Entwicklungen der Charaktere nicht zu diesen.

Makoto Yuuki ist hierbei ein gutes Beispiel, er verändert sich im laufe der Geschichte (hauptsächlich gegen Ende hin) merklich und bietet somit eine gute Charakterentwicklung. Allerdings schafft man ihn nicht zu durchschauen und seine Gefühle zu verstehen.

Bei Jumpei Iori ist auch so ein besonderer Fall, bei ihm geht die Entwicklung definitiv zu schnell und man kann sich einfach nicht mit dem Charakter identifizieren. Ist er anfangs noch richtig aufdringlich und geltungssüchtig verändert er sich zu einem liebenswürdigen Zeitgenossen, dies geschieht allerdings deutlich zu schnelle und ändert sich auch ziemlich schnell wieder.

Die andere Charaktere verhalten sich ähnlich auch fehlen hier (bis jetzt) noch zu viele Hintergrundinformationen um die Charaktere zu verstehen und sich einzufühlen. Da allerdings noch zwei Filme vor uns sind kann man davon ausgehen, dass zu einem spätere Zeitraum dies geschehen wird.

Bild:

Obwohl der Anime schon aus dem Jahr 2013 und somit 2 Jahre zurückliegt, kann man davon nichts erkennen. Zum Glück wurde hier sichtlich bei der CGI gespart wodurch die Atmosphäre erhalten wird. Außerdem gibt es einen Stilwechsel zur Schwarzenstunde, was das ganze auffrischt. In den Actionszenen erkennt man das potential des Anime, hier kann man nicht meckern. Es läuft alles flüssig und man kann dem geschehenen sehr gut folgen. Der Hintergrund hingegen ist Szenen- und Story bedingt etwas „starr“, dies kann man zwar verkraften ist aber schade.

Musik:

Das Opening und Ending ist zwar sehr gelungen, doch wie die Musik umgesetzt wurde ist nicht unbedingt ein Ohrwurm. Die restlichen Soundtracks welche im Anime verwendet wurden, sind dezent gesagt ein Griff ins Klo. Hier passt einfach die Musik nicht zur Stimmung und unterstützt somit das Gesehene nicht. Es gibt allerdings auch Momente wo sie durchaus passt aber die meiste Zeit ist es leider nicht der Fall. Es gibt zudem einige Stellen, in denen der Soundtrack einfach eine kleine Domina war und im Vordergrund sein wollte. Zwar überlagert der Sound nicht die Geräusche oder die Synchronisation, dennoch wäre hier eine Korrektur des Pegels nach unten angebracht gewesen.

Was allerdings die Töne für die Kämpfe oder auch der Umgebung angeht, diese sind gut rübergebracht und glaubwürdig.

Sprecher/Ton:

Bei der Synchronisation müssen wir allerdings die Auswahl loben, diese hat eine gute Qualität was die Aussprache aber auch die Tonlage der Charaktere angeht, es gibt natürlich auch hier wieder die ein oder andere „Übertreibung“ allerdings sind diese gut zu verkraften. Insgesamt wurden hier sehr fähige Leute engagiert, welches ihr bestes gaben um die Charaktere eine glaubhafte Stimme zu verleihen.

Fazit:

Um „Persona 3 – The Movie #01 – Spring of Birth“ zu verstehen ist es nicht unbedingt nötig das Spiel dazu gespielt zu haben, allerdings erleichtert es ungemein, da der Anime gerade am Anfang einen sehr im alleine lässt. Das übrige ist sehr durchwachsen, der Sound übertreibt es manchmal, das Opening und Ending ist zwar gut allerdings kein Ohrwurm und bei der Charakterentwicklung sind die Entwicklungen bei machen zu extrem. Die Animation hingegen kann sich sehen lassen und trotz 2 Jahre auf dem Buckel schaut der Anime Top aus.

Der Anime hat Potential und das ist deutlich sichtbar. Ein gute Anime also mit einer relativ guten Geschichte, welcher allerdings so manche Probleme hat, dennoch macht er Lust auf die weiteren Teile.

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