Anime Review: Yoyo & Nene – Die magischen Schwestern

2013 veröffentlichte das Studio Ufotable den Anime “Yoyo & Nene – die magischen Schwestern”. In Deutschland erschien der Anime nun am 29. April auf DVD und Blu-ray. Doch wie ist dieser Anime? Wir klären es heute.

Worum geht es?

Die quirlige Yoyo und ihre kleine Schwester Nene – die eigentlich viel größer ist – leben im Königreich der Zauberer und verdienen ihre Brötchen damit, ihrer Kundschaft durch das Aussprechen oder Lösen von Magie zu helfen – garantiert mit hundert Prozent Erfolgsquote! Ihr friedlicher Alltag wird jedoch gestört, als plötzlich ein riesiges Gebäude vom Himmel fällt. Yoyo beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und landet durch einen Fahrstuhl im Japan der Gegenwart. Dort begegnet sie den Brüdern Takahiro und Kensei, die die Hilfe der beiden Zauberschwestern zufällig auch ganz gut gebrauchen können. Auf mysteriöse Art und Weise wurden deren Eltern nämlich zu wabbeligen kleinen Gestalten, die nur noch vor sich hin blubbern. Als sich plötzlich mehr und mehr Menschen verwandeln, müssen alle zusammen mit Yoyo kämpfen, um den Zauber zu brechen und beide Welten zu retten!

Geschichte:

Zwei Schwestern wobei die ältere von beiden deutlich kleiner ist, leben in einer parallelen Welt zu unserer und besitzen magische Kräfte. Diese Welt ist völlig anders als unsere und in vielerlei Hinsicht auch nicht so modern, vielmehr wirkt sie wie aus einem Märchen entwachsen. Dies mag an sich schon skurril sein, doch es ist spannender als sich es anhört, denn anstatt jetzt á la Bibis Blocksberg einfach nur zu zaubern, gerät Yoyo durch einen verzauberten Fahrstuhl in unsere Welt. Hierbei trifft sie auf Takahiro und ab da überschlagen sich die Ereignisse und führen zu einem spannenden und actionreichen Abenteuer in der auch ein Hauch Liebeszauber mitwirkt.

Idee:

Das Setting erinnert ein wenig an eine parallele Geschichte zu die kleine Hexe Kiki oder auch das wandelnde Schloss wenn auch diese zwei Anime natürlich in keinsterweise etwa mit Yoyo & Nene zutun haben. Dennoch gibt es parallelen, ein Kind wird durch gewisse Umstände in eine ihr völlig unbekannten Welt entführt und erfährt dort ein aufregendes Abenteuer.

Auch wenn das Grundgerüst durchaus schon mehre Male zu sehen war, so ist Yoyo & Nene etwas besonderes und eine gute Umsetzung mit einer soliden Geschichte.

Charaktere:

Im eigentlichen geht die Geschichte viel zu rasant an einem vorbei um den Charaktere wirklich eine Charakterentwicklung zuzuschreiben, dennoch merkt man eine deutliche Veränderung bei Yoyo, war sie am Anfang des Anime noch recht übereifrig und hatte zu viel vertrauen in ihre Magische Kräfte, so veränderte sich dies im laufe des Anime und Yoyo kapiert, das man auch ohne Magie auskommen kann.

Eine gewissen Veränderung merkt man auch bei ihrer Schwester Nene, hierbei ist der Charakter allerdings viel zu selten in Aktion getreten um eine genaue Veränderung auszumachen, allerdings merkt man das sie sich verändert hat.

Allgemein sind die meisten Charaktere viel zu selten aufgetreten oder waren eher Passiv um eine Charakterentwicklung auszumachen, lediglich bei Yoyo sind erwähnte Veränderungen sichtbar geworden.

Bild:

Das auffälligste an „Yoyo & Nene“ wird für den Zuschauer der Ausschnitt des Bildes sein. Ist doch angegeben das der Anime 1920 x 1080 produziert wurde, so ist der Sichtausschnitt des Anime eher mit dem einer Kinovorstellung zu vergleichen. Dies tut der Qualität allerdings nichts ab und hat sogar einen gewissen Charme zum Anime beigetragen. Die Animation war flüssig und die Farbsättigung gut.

Die gesamte Animation ist sehr Farbenfroh und verleiht, das merkt man vor allem im Königreich der Zauberer, hier befinden sich viele verschiedene Bäume in den unterschiedlichsten Farben. Das hebt das Gesamtbild einer Fantasiewelt hervor, hat allerdings den Nachteil, dass dadurch die Charaktere leicht untergehen. Generell wurde bei der Animaton darauf verzichtet die Vorder- und Hintergründe durch Unschärfe zu seperatisieren.

Die Schauplätze der einzelnen Szenen entpuppen sich als ein Gesamtwerk aus Details, überall gibt es etwas zu sehen und bewegt sich etwas, hier hat Ufotable wirklich auf jedes Detail geachtet.

Musik:

Das Opening sowie das Ending waren eher durchschnittlich und auch innerhalb des Anime war der Soundtrack zwar passend zur Atmosphäre gewählt und weder zu devot noch zu dominant, dennoch überzeugte erst das Lied von Yoyo mich völlig und schaffte es nicht mehr aus meinem Kopf.

Sprecher/Ton:

Man mag von deutscher Synchronisation halten was man möchte doch „Yoyo & Nene – Die magischen Schwestern“ zeigt erneut, das die Zeit der schlechten Synchronisationen definitiv gezählt sind. Denn im Allgemeinen waren die Stimmen sehr gut und passten zu den jeweiligen Charakteren. Dennoch habe ich bei Yoyo beziehungsweise ihrer Sprecherin Friedel Morgenstern manchmal das Gefühl gehabt, dass sie sich etwas verstellt hatte, dies nahm in dem Moment die Glaubwürdigkeit des Charakters.

Takahiro sprich Patrick Beahr war hingegen durchgängig auf einem gleichen Niveau, man hatte nicht das Gefühl, dass der Sprecher sich verstellen musste.

Anna Gamburg, die Stimme von Aki wirkt in den meisten Szenen etwas zu gekünstelt. Sie versucht ihr Stimme dem Kindercharakter anzupassen, dies gelingt ihr allerdings nicht durchgehend.

Mischfehler, seltsame Sätze oder Störungen im Ton sind mir nicht aufgefallen.

 

Fazit:

„Yoyo und Nene – die magischen Schwestern“ sind ein Anime welcher nicht unbedingt durch seine wenn auch gut Animation überzeugt, sondern durch seine Geschichte sowie die Charaktere. Die Musik innerhalb des Anime ist zwar nicht die beste allerdings passend zur Situation, dafür überzeugte das eingebaute Lied von Yoyo und schaffte es zum Ohrwurm. Die Sprecher waren durchweg gut wenn auch Friedel Morgernstern ab und zu Probleme hatte die authentizität des Charakters zu wahren.

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