Anime Review: Petama Inverted

Patema Inverted gilt als einer der Must Have Anime, doch wie ist der Anime, der am 12. Oktober 2015 in über 20 UCI-Kinos in Deutschland seine Premiere feierte? Wir haben die Blu-ray Version für Euch mal genauer angeschaut.

Worum geht es?

Stellt Euch vor, durch ein Experiment würde die Schwerkraft umgekehrt wirken und was vorhin noch oben war, ist nun unten. Genauso ist es in Patema Inverted, durch ein Experiment um die Schwerkraft als Energiequelle zu nutzen wurde durch einen Unfall oder besser gesagt durch das versuchen die physikalischen Gesetze zu brechen die Schwerkraft an einigen Orten umgekehrt. Die Inverted, man könnte auch Invertierte sagen, sind Menschen welche diesen „Unfall“ überlebt haben und nun unter der Erde leben.

Das Mädchen Patema ist die Prinzessin eines kleinen Dorfes von Inverted und untersucht liebend gern die verschlungenen Wege der Unterirdischen Stadt. Als sie in die Gefahren Zone wie so oft geht, droht sie in den Himmel zu fallen, wird aber von Age gerettet. Doch hier beginnt erst das Abenteuer, denn kurz danach wird Patema von der Polizei festgenommen und ist von nun an eine Gefangene von Izamura. Age setzt alles daran, Patema zu befreien, und erlebt dadurch das Abenteuer seines Lebens.

Story:

Anfangs ist zwar die Story etwas verwirrend, da einem die Zusammenhänge noch nicht klar sind und man in das Geschehen hineingeworfen wird, ich persönlich mag dies zwar bei Romanen, bei Anime kommt es aber auf die Erzählung danach an und hier ist diese sehr gut umgesetzt. Ohne groß den Zuschauer die Informationen auf die Nase zu binden, wurde es geschafft die Geschichte spannend zu erzählen, so das man den Anime weiterschauen muss.

Die Story schafft es, trotz ihrer recht jungen Einstufung (FSK 12) dennoch eine tolle Atmosphäre zu erschaffen, welche ohne Blut auskommt. Man könnte den Anime anhand einiger Elemente als Neuinterpretation von Romeo und Julia.

Idee:

Ein Setting, in dem Menschen zwischen Oberwelt und Unterwelt getrennt sind, gibt es einige, doch hier wurde der Faktor Schwerkraft sehr toll zu Geltung gebracht. Die Menschen in den Himmel zu schweben lassen, da die Schwerkraft bei ihnen umgekehrt wirkt, war für mich eine total neue Erfahrung. Dazu kommt, dass die kleine fast unerkennbare Liebesbeziehung der beiden Protagonisten die nötige Würze dem ganzen gibt.

Charaktere:

Patema Inverted hat jetzt nicht die vielseitigsten Charaktere die es gibt, dafür tau chen die auch viel zu wenig auf, die Anime konzentriert sich hier viel mehr auf die Protagonisten Patema und Age, welche wir hier genauer beleuchten möchten.

Patema ist ein 14-jähriges Mädchen, welches als Invert unter der Erde lebt. Sie liebt es die „Gefahren Zone“ zu untersuchen und tut zwar tapfer ist aber in Wirklichkeit sehr ängstlich. Doch meist übertrifft ihre Neugier die Angst. Bei ihr kann man von einer eher langsamen aber stetigen Charakterentwicklung sprechen, denn erst gegen Ende des Anime merkt man einen klaren Unterschied zwischen ihrem Charakter am Anfang des Anime und dem am Ende. Denn gegen Ende hin übersteigt nicht die Neugier die Angst, sondern von Angst kann bei ihr keine Rede mehr sein, ob es nun explizit am Age liegt, ist dem Zuschauer überlassen.

Age ist ein Junge, welcher ungefähr in Patemas Alter ist, er lebt als „normaler“ Mensch auf der Eroberfläche und geht normal zur „Schule“. Sein größter Traum ist es zu fliegen, dem stehen die Gesetze der Stadt Aigan im Weg, welche selbst das Ansehen des Himmels verbietet. Als er auf Patema trifft, weckt dies seine Neugierde und er erlebt seinen größten Wunsch durch Patema. Er zweifelt an der Richtigkeit einiger Regeln und setzt sich später für Patema ein.

Bild:

Obwohl der Anime bereits 2013 in Japan erschien, merkt man hier die gute Arbeit von Studio Rikka Ltd. und Asmik Ace Co.,Ltd. denn die Animation ist flüssig, das Bild scharf und im Hintergrund ist wenn auch selten, Bewegung zu erkennen.

Musik:

Die in „Patema Inverted“ eingesetzte Musik, ist gut gewählt worden und unterstützt den Anime sehr. Gerade in einigen Szenen in, denen nichts gesagt wurde, schafft es die Musik die Atmosphäre am laufen zu halten.

Sprecher/Ton:

Im Allgemeinen haben mir die Stimmen von „Patema Inverted“ sehr gut gefallen, an einigen Stellen war mir zwar Jodie Blank als Patema etwas zu hoch, doch irgendwie passte es wiederum zum Charakter und dem Alter dessen. Age also Amadeus Strobl hat meiner Meinung nach sehr gute Arbeit geleistet und war sehr glaubwürdig. Maximilian Artajo hatte einige Sätze, welche sehr gezwungen klangen und nicht so natürlich herüber kamen, diese lagen allerdings noch im rahmen. Im Allgemeienn, war aber die Arbeit der Synchronsprecher sehr gut.

Auch sind keine komischen Sätze aufgefallen oder falsche beziehungsweise unpassende Betonungen aufgefallen.

Fazit:

Patema Inverted ist ein zeitloses Werk, welche eine tolle Geschichte in Zusammenhang mit einem interessanten und gut umgesetzten Setting darbietet. Die Charaktere entwickeln sich zwar langsam aber dafür passend zum geschehenen und der vergangenen Zeit. Das Bild ist gestochen scharf und bietet einen Top Genuss, auch die verwendete Musik ist gut gewählt. Als kleinen Minuspunkt kann man einzelne schrille Stimmlagen von Patema beziehungsweise Jodie Blank ansehen, diese sind aber nicht so schwerwirkend, das der Spaß am anschauen leidet.

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