ANIME REVIEW: MY-HIME

Worum geht es?

© SUNRISE

Mai Tokiha und ihr Bruder Takumi sind auf dem Weg zur ihrer neuen Schule “Fuuka Akademie” auf einem Schiff unterwegs. Auf einmal bemerkt Mai einen roten Stern neben dem Mond und nebenbei bemerkt Takumi, dass ein Mädchen im Meer liegt und zu ertrinken droht. Schnell werden Rettungsmaßnahmen eingeleitet und Mai kann das Mädchen durch Mund-zu-Mund-Beatmung retten. Das Mädchen heißt Mikoto und ist auf der Suche nach ihrem verschwundenen Bruder. Im Laufe der Nacht wird Mikoto plötzlich von Natsuki, eine Kämpferin von “Hime”, angegriffen und sie kann sich mit ihrem Schwert und der Hilfe von Mai gerade noch mit letzter Kraft retten. Beide fallen in Ohnmacht und wachen vor der Schule auf. Hinter ihnen ein verbrannter Weg zum Meer…

Zwischen Oktober 2004 und April 2005 veröffentlichte das Studio SUNRISE die Action-Komödien-Romanze erstmals in Japan. 2006 folgte schließlich der westliche Release in den englischsprachigen Ländern sowie in Deutschland unter anderem durch den damaligen Publisher Beez Entertainment. Am 14. September veröffentlichte Nipponart etwas verfrüht zum 18. Geburtstag der Serie eine Gesamtausgabe auf DVD und erstmal auch auf Blu-Ray in Deutschland.

Nagai Tatsuyuki war unter SUNRISE als Regisseur, Episode Director und für das Storyboard für das Animationswerk zuständig, hilfreich für letzteres stand auch Obara Masakazu zusammen mit Oota Masahiko ihm zur Seite, letzterer übernahm auch als Episode Director Verantwortung. Mima Masafumi war hingegen als Sound Director für den Anime tätig.

Geschichte:

Das Animationswerk My-Hime bietet eine recht solide Geschichte rund um Mai Tokiha ihrem Bruder Takumi und ihren Freunden sowie einem uralten Kampf Gut gegen Böse.
Doch mehr als solide kann man diese Geschichte nicht nennen. In abgewandelter Form erleben wir hier das typische Magical Girl Element welches um Hilfmonster den sogenannten Kindern ergänzt wurde. Dennoch sind die Kämpfe zu eintönig und ohne jeglichen Mehrwert für den Zuschauer. Zwar versucht der Anime mittels eines typischen Dreiecks-Liebes-Problemes, hier auch sich dem Romantik Genre zu bedienen, doch mehr als Kopfschütteln und Fremdschämen, erreicht er damit nicht.
Dazu kommt eine superlineare Erzählweise welche die Protagonisten von einem Kampf in den nächsten schickt. Weicht das Animationswerk einmal von den Kämpfen ab, so erlebt der Zuschauer das typische Leben von Schülern. Doch wirkliche Geschichtsrelevante Ereignisse finden außerhalb der Kämpfe oder damit in Verbindung stehenden Personen nicht statt.

Das Ende hingegen und das muss man den Machern zugute tragen, wurde spannend und stellenweise atemberaubend inszeniert.

Idee:

Was die Idee beziehungsweise das Setting hinter My-Hime angeht, so ist letzteres nichts weiter als eine Ansammlung von gängigen und mehr oder weniger funktionieren Elementen. Die offensichtlichsten sind wohl Magical Girl und Mecha. Dabei allerdings so abgewandelt, dass diese Elemente innerhalb des Animationswerkes My-Hime einen eigenen Wiedererkennungswert besitzen.

Die Idee hingegen ist recht solide. Allerdings nichts, was es nicht schon damals gegeben hätte. Einige Mystische, sowie Keltische Symbole hier, verschmolzene Mythologien dort und fertig ist das Grundgerüst für einen Anime wie My-Hime.

Charaktere:

Die Charaktere innerhalb des Animationswerkes My-Hime sind milde ausgedrückt langweilig. Durch die lineare Erzählweise der Geschichte, wird eine Bindung einzelner oder mehrerer Charaktere an den Zuschauer nahezu unmöglich. Und so sind gewisse Ereignisse innerhalb des Animationswerkes My-Hime für den Zuschauer weniger Tragisch als von den Machern erdacht.

Generell fehlt es den Charakteren allerdings an tiefe, dies lässt der Anime durchgehend vermissen.

Bild:

Zwar ist das Animationswerk My-Hime technisch gesehen durch sein 4:3 Format veraltet, dennoch kann es Animationstechnisch mit neueren Titeln durchaus mithalten. Vor allem durch sein Charakterdesign konnte der Anime hervorstechen.
Doch leider ist My-Hime nicht von optischen Unschönheiten verschont geblieben. Ob nun gewollt oder nicht, gibt es innerhalb des ersten Volume einige aufeinanderfolgende Szenen welche unscharf dargestellt werden, obwohl hierfür keine Erklärung vorhanden ist. Dies ist zwar nun ein kleiner Optischer Fehler, dennoch wäre er vermeidbar gewesen.

Zusammengefasst bietet My-Hime, trotz dieses Fehlers, für damalige Verhältnisse eine gelungene Animation sowie ein schönes Charakterdesign welches anderen SUNRISE Projecte aber auch anderen Anime-Titeln in nichts nachsteht.

Musik:

Musikalisch konnte des Soundtrack innerhalb des Anime durch passende Musikstücke überzeugen. Auch die verschiedenen Endings wie Kimi ga Sora datta von Aki Misato, It’s Only The Fairy Tale von Yuko Miyamura aus Episode 15 aber auch Shining Days von Minami Kuribayashi welches das ständige Opening aber auch das Ending der Finalen 26. Episode ist, konnten überzeugen.

Sprecher/Ton:

Okay, zugegeben der Anime ist nun über ein Jahrzehnt auf dem deutschen Markt und damals mag eventuell nicht alles so schön abgelaufen sein, doch was die Synchronisation aus dem Studio Circle of Arts mit Sitz in München angeht, so ist diese auch im Vergleich auf heutige Synchronisationen positiv aufgefallen.

Leoni Oeffinger als Mai Nakahara, Katharina Schwarzmaier als Saeko Chiba, Sabine Bohlmann als Mikoto Minagi oder auch Dirk Meyer als Yuuichi Tate muss ich hierbei allerdings nicht groß erwähnen, haben sie doch ihre Arbeit gekonnt gemacht, was auch ihre Stimmen  in vielen heutigen Synchronisationen von Animationswerken beweist. Auch viele der Sprecher von Nebencharakteren wurden nahezu perfekt eingesetzt und waren authentisch.
Leider kann man dies von der Stimme der Synchronsprecherin Lisa Sokar welche Midori Sugiura ihre Stimme lieh, nicht behaupten. Viel zu tief und eher jungenhaft klang ihre Stimme und war dadurch weder authentisch noch passend zum Charakter.

Fataler als diese verkraftbare Fehlbesetzung ist die augenscheinliche Entscheidung des Publishers Nipponart, sein Werk vor der Veröffentlichung nicht auf Fehler zu Überprüfen. Anders ist nicht zu erklären, wie eine gesamte Episode Sekunden versetzte Asynchronität aufweisen kann. Dazu kommen vereinzelte OVAs welche gegen Ende und mitten in Sätzen, schlagartig sämtlichen Ton verlieren und Stumm weiterlaufen.

60
Geschichte
65
Idee/Setting
55
Charaktere
85
Bild/Animation
80
Musik
75
Sprecher/Ton
Ergebnis 70 / 100

Fazit:

My-Hime ist gerade für seichte Unterhaltung durchaus geeignet. Bietet allerdings keinesfalls Unterhaltung, welche man von heutigen SUNRISE Titeln wie Code Geass gewohnt ist.
Die Charaktere sind mangelhaft inszeniert und die Synchronität stellenweise nicht Lippensynchron. Zudem gibt es eine ganze Asynchrone-Folge.

Mein Rat, bis Nipponart dies nicht verbessert und einen Austausch anstrebt, kauft Euch diese Gesamtausgabe nicht.

UPDATE: Nipponart weiß anscheinend von dem Fehler.

Leider ist es tatsächlich zu einem Fehler gekommen. Episode 24 ist teilweise asynchron. Dies betrifft nur die Blu-ray-Vartiante! Die DVD ist nicht betroffen!
Wir werden daher für die Blu-ray eine Austauschdisc erstellen. Dies braucht natürlich etwas Produktionszeit. Wer bereits eine fehlerhafte Charge gekauft hat, kann uns eine Mail an endkunden@nipponart.de schreiben. Wir senden dann eine Austauschdisc zu, sobald diese fertig ist. Spätere Boxen enthalten dann bereits die Austauschdisc.
Es tut uns leid, dass der Fehler passiert ist und entschuldigen uns für die damit verbundenen Umstände.
Beste Grüße, Nipponart-Team

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