Anime Review: Code Geass [Staffel 2]

Mit “Code Geass: Lelouch of the Rebellion R2” liefert Sunrise die Fortsetzung eines der spektakulärsten Werke der Anime Geschichte. Sowohl emotional wie auch geschichtlich könnte das Werk nicht aktueller sein. Obwohl oder gerade weil “Code Geass: Lelouch of the Rebellion R2” schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Wenn Du die ultimative Macht hättest, wärst Du in der Lage, sie auch zu beherrschen?

Überblick:

Es ist nun ein Jahr vergangen seit Zero die alles Entscheidende Niederlage gegen das Britannische Reich eingestehen musste. Japan ist noch immer unter der Kontrolle Britannias, doch es herrscht Ruhe. Lelouch scheint alle seine Erinnerungen verloren zu haben und jetzt zusammen mit seinem Bruder Rolo in der Ashford-Akademie. Bis zu jenem Tag, als die Schwarzen Ritter das gigantische Casino “Babel-Tower” angreifen. Im Chaos flüchtet Lelouch in eine untere Etage, wo er von einem Knightmare aufgehalten wird. Der Pilot stellt sich hierbei um C.C., Lelouch “Komplizin” heraus. Von ihr bekommt er auch seine Erinnerungen sowie sein Geass wieder.

Um allerdings Nunnally nicht zu gefährden, verhält Lelouch sich allerdings wie üblich, denn er vermutet beobachtet zu werden, was sich später auch herausstellen sollte. Rolo, ist natürlich nicht sein wirklicher Bruder, immerhin besaß Lelouch nur Nunnally und nie einen Bruder. Es wird auch schnell klar, das Rolo ein Geass besitzt welches ihm ermöglicht ihm die Zeit für einen Augenblick anzuhalten, was sehr hilfreich für Lelouch ist. Aber auch die menschlichen Aspekte werden in der zweiten Staffel nicht vernachlässigt. So wird im Laufe der Geschichte die Beziehung zwischen Lelouch und Shirley sowie Kallen und Zero aber auch Lelouch zu C.C: sehr emotional und detailliert aufgezeigt. Natürlich wird Lelouch sich nicht geschlagen geben und kehrt als Zero zurück um das Britannische Reich und die gesamte Welt zu verändern. Ob er dies schafft, erfahrt ihr im Anime.

Konzept:

Gerade zum Ende der ersten Staffel aber auch am Anfang der zweiten Staffel ist sehr deutlich, das Japan sehr positiv und stark dargestellt werden soll. Kein wunder ist der Anime ein Teil von Serien, denen teils ein fragwürdiger Umgang mit dem japanischen Nationalbewusstsein vorgeworfen wird. Die Serie reiht sich damit in die “Cool Japan”-Bewegung ein, die ein positiveres Bild von Japan vermitteln will. Es wurden sowohl Manga welche seit 2006, wie auch die Light Novel welche seit 2007 oder auch Videospiele seit 2007 für die Reihe produziert und zeigt den Erfolg der Serie deutlich.

Charaktere:

Die Charaktere erfahren in der zweiten Staffel eine sehr viel deutlicher tiefe, welche allerdings erst gegen Mitte des Anime auffällt. Lelouch ist hierbei (nach dem er seine Erinnerungen zurückhat) immer noch der alte Stratege und plant alles minutiös. Und auch C.C. ist erst gegen Ende des Anime kaum wieder zu erkennen, sie ändert sich fast um 180 Grad und zeigt uns die ursprüngliche C.C.

Generell findet man bei den Charakteren einige Charackterentwicklungen, welche allerdings nicht so deutlich zum tragen kommen. Ausnahmen sind hier wieder einmal Kallen und Shirley welche sehr im Mittelpunkt Zeros beziehungsweise Lelouchs stehen und auch eine große Rolle in seinem Leben spielen.

Bild:

April 2008 wurde “Code Geass: Lelouch of the Rebellion R2” in Japan ausgestrahlt, dies sind nun etwas weniger wie acht Jahre her. Doch diesen Zeitunterschied sieht man dem Anime nicht an. Es gibt sowohl bei der Animation der Knightmares sowie generellen Kampfobjekten oder Kampfanimationen keine Mängel zu beurteilen. Auch das Bild an sich ist gestochen scharf und der heutigen Zeit ebenbürtig.

Musik:

Das Opening sowie das Ending sind sowohl optisch wie auch von der Musik her gut kombiniert. Ob es sich allerdings um einen Ohrwurm handelt, müssen die Ohren des jeweiligen selbst feststellen. Der Soundtrack innerhalb des Anime ist passend zur Szenerie gewählt worden und bietet eine gute Untermalung des ganzen.

Sprecher/Ton:

Für die Synchronisation ist das Studio VSI Synchron GmbH in Berlin verantwortlich, welche auch unter anderem für “Dusk Maiden of Amnesia” zuständig waren. Sowohl das Tonstudio wie auch die Sprecher haben auch hier gezeigt, was in ihnen steckt und gute Ergebnisse erzielt. An einigen Stellen stimmte zwar die Stimm- zu -Mundbewegung Proportion nicht hundert prozentig überein, war allerdings verkraftbar. Schlimmer war die relativ monotone Stimme Nico Sabliks alias Lelouch Lamperouge/Lelouch vi Britannia. Schaffte er in der ersten Staffel, noch gut zu überzeugen, wurde deutlich das er mehr der Aktion-Typ ist. So sind gerade die Stellen an denen Lelouch sichtlich entspannt oder gar gelangweilt dasitzt genauso gesprochen wie die Kampfszenen.

Dennoch gilt generell, das eine sehr gute Qualität abgeliefert wurde.

Fazit:

Auch die zweite Staffel von “Code Geass” schafft es zu überzeugen. Sowohl Emotional wie auch der geschichtliche Aspekt wird hier gut betont. Zudem bietet der Anime zwar eine relativ kleine dennoch tragische Liebesgeschichte, welche ein wenig an Romeo und Julia erinnert. Fans der ersten Staffel werden definitiv auch diese zweite Staffel lieben.

Persönliche Meinung:

Ich hasse Anime, die kein richtiges Ende haben. “Code Geass” hat zwar ein relativ geschlossenes Ende, dennoch sind noch viele Fragen offen, welche eventuell nie beantwortet werden. Eine davon lautet, wird C.C. ihren Wunsch erfüllt bekommen?

Vorheriges Video

Anime Review: Eureka Seven

Nächstes Video

Anime Review: Code Geass [Staffel 1]

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

Laut DSGVO müssen wir Dich über die Verwendung von Cookies informieren. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu