ANIME REVIEW: BOUBOU, DER KÖNIG DER TIERE

Worum geht es?

Der Löwe Boubou wurde einst auf einem Dampfer zur Welt gebracht. Nach einem Sturm war er der einzige Überlebende und kehrte als König des Dschungels nach Afrika zurück. Dort erlebte er unzählige Abenteuer.
Die Serie von Regisseur Shingo Araki ist die Fortsetzung des beliebten Zeichentrickklassikers aus den Sechziger Jahren, KIMBA, DER WEISSE LÖWE.
Boubou, König der Tiere erschien das erste Mal 1966 bis 1967 in Japan unter dem Titel Jungle Taitei Susume Leo und kam 26 Jahre später durch Nipponart im Jahr 1992 bis 1993 nach Deutschland. Am 29.06.2018 erschien nun die Gesamtausgabe auf 5 DVDs und insgesamt 650 Minuten Spielzeit wieder durch Nipponart.

Geschichte:

Boubou, König der Tiere, schafft es durch seine kindergerechte Erzählweise sowie durch viel Humor zu glänzen. Dabei bleiben die Abenteuer stets abwechslungsreich und aufgrund Ihrer Erzählweise Unterhaltsam. Weshalb allerding Boubou und seine Freunde von den Menschen verstanden werden können, bleibt wohl Trickfilmzauber.
Zeitgleich bietet jede Episode noch die für damaligen Verhältnisse wichtige und vollkommen normale Moral, wodurch selbst heutige Zuschauer ob klein oder groß etwas lernen können. Der Haupttenor der Erzählung ist allerdings die Kraft der Freundschaft sowie das man stets Ehrlich und Mutig sein soll.

Idee:

Das Boubou, König der Tiere maßgeblich für den von den Walt-Disney-Studios herausgebrachten Der König der Löwen, Zeichentrickfilm herhielt ist weitgehend ersichtlich. Neben den vielen Landschaften, sind es auch die nahezu Identische Antagonisten.
Doch lassen wir die „Zufälle“ außen vor, so ist das gewählte Setting ein sehr passendes. Afrika als letztes noch nicht vollständig erschlossenes Land, bietet eine Vielzahl an Themen welche genutzt werden könnten und werden.

Charaktere:

Das Werk Boubou, König der Tiere bietet Charakterlich viele stereotypen, welche auch damals 1966 exestierten. Neben dem Namensgebenden Boubou welcher ein tapfere aber vor allem kluger kleine Löwe ist und charakterlich sehr an den kleinen Disney Löwen Simba erinnert, oder Boubous Freundin Raya welche anfangs ängstlich war und sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu einer Löwin entwickelt,  besitzt das Werk Boubou, König der Tiere auch ängstliche und hinterliste Tiere.
Vor allem wird in diesem Werk der Mensch als überaus Grausam und Egoistisch gegenüber den Tieren dargestellt, was die damaligen und auch noch heutigen Zustände in Teilen Afrikas und der Welt widerspiegelt.

Zusammengefasst könnte man die Charaktere innerhalb des Werkes Boubou, König der Tiere durchaus als Mahnung an uns selbst sehen.

Bild:

Bild- und Animationstechnisch ist der Anime eher Mittelklasse, dies ist allerdings auch nicht weiter verwunderlich, sind es nun schon 15 Jahre alleine seit dem ersten Deutschland und 52 Jahre seit dem ersten japanischen Release. Vor allem die relative Unschärfe ist bei dem Werk Boubou, König der Tiere zu erkennen. Doch nur wenn man einen sehr hochauflösenden Fernseher besitzt oder nah rangeht. Vielmehr fällt der für heutigen Zeit ungewöhnliche Zeichenstil auf. Das gesamte Werk Boubou, König der Tiere, besitzt einen kindlichen Charme und sprüht vor Nostalgie.
Realitätsnahe Zeichnungen sind hier selten bis gar nicht zu finden, doch durch die konsequente Art des Zeichenstils,  ist dies nicht nötig.

Musik:

Musikalische überzeugt vor allem das deutsche Opening des Werkes Boubou, König der Tiere. Ist dieses Werk doch eines der wenigen, welche ein offizielles deutsches Opening bekamen. Im japanischen Opening hören die Zuschauen Duke Aces. Das Ending ist Geschmacksache, dennoch passend zum Werk gewählt worden. Die musikalische Untermalung innerhalb des Anime stammt von Isao Tomita, welcher 2016 im Alter von 84 Jahren verstarb.

Sprecher/Ton:

Synchrontechnisch stimmen die meisten der Stimmen überein, wenngleich es nicht alle sind. Gerade was die jungen Löwen angeht, ist die deutsche Synchronfassung durchaus gewöhnungsbedürftig. Doch das auffallendste ist nicht die die Synchronisation, sondern die fehlerhafte Soundeinmischung. Viele Effekte sind in Boubou, König der Tiere schlichtweg zeitversetzt oder gar nicht vorhanden. Dies mag für damalige Zeit noch zulässig gewesen sein, doch für heute Produktionen ist dies doch ein Mangel.

79
Geschichte
89
Idee/Setting
80
Charaktere
60
Bild/Animation
90
Musik
70
Sprecher/Ton
Ergebnis 78 / 100

Fazit:

Boubou, König der Tiere ist eine wunderschöne Zeichentrickserie mit viel Nostalgie und Humor. Leider sind nicht alle Soundeffekte passend zum Bild arrangiert worden, doch dies ist verkraftbar und aufrund des Alters durchaus legitim.

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