ANIME REVIEW: ANGEL SANCTUARY [German/Deutsch]

Worum geht es?

© 2000 Kaori Yuki / Hakusensha • “Angel Sanctuary“ Committee

Der Junge Setsuna Mudo denkt die ganze Welt hätte sich gegen ihn verschworen, doch mit dem Himmel hat er nicht gerechnet. Genau von da droht ihm aber die größte Gefahr. Die aufrichtige Liebe zu seiner Schwester und seine verständnislose Mutter schwinden alsbald zu einem kleineren Problem. Denn die beiden Gestalten, die behaupten Dämonen zu sein, planen jemanden zu wecken, der in ihm wohnt – indem sie ihn töten.
Im Jahr 2000 wurde Angel Sanctuary durch HAL FILM MAKER unter dem Titel Tenshi Kinryouku unter der Regie von Kiyoko Sayama als dreiteilige OVA in Japan veröffentlicht. Der gleichnamige Manga erschien von 1994 bis 2000 in Einzelkapiteln im japanischen Manga-Magazin Hana to Yume des Hakusensha-Verlags. Diese Einzelkapitel wurden von 1995 bis 2001 auch in insgesamt 20 Sammelbänden zusammengefasst. Von 2002 bis 2003 erfolgte eine Neuauflage als 10-bändige Bunkoban-Reihe.
Auf Deutsch ist die Manga-Serie von April 2001 bis Juni 2004 von Carlsen Comics vollständig veröffentlicht worden.
Seit Januar 2011 erscheint Angel Sanctuary als Deluxe Edition bei Carlsen Manga.
Geschichte:
Das Animationswerk Angel Sanctuary überzeugt durch eine auch noch heute 18 Jahre nach Erstveröffentlichung relativ unkonventionelle Erzählweise, in der die Liebe zwischen den Geschwistern Mudou, welche zugleich die Hauptprotagonisten sind, im Fokus steht. Dabei wird diese mit der Reinkarnationstheorie ergänzt, welche in diesem Werk dazu benutzt wird, dem Hauptprotagonisten Setsuna Mudou sowie einigen Nebencharakteren und Antagonisten ein früheres Leben zu ermöglichen um die Geschichte abwechslungsreich und spannend zu gestalten.
Trotz der interessanten und durchaus spannenden Geschichte, ist die Tatsache, dass es lediglich 3 Episoden des Animationswerkes gibt, unzufrieden stellend. Die drei erwähnten Episoden decken zwar einen großen Teil der Geschichte ab, lassen allerdings die Handlung offen womit der begeisterte Zuschauer angehalten wird, den dazugehörigen Manga zu kaufen.

Idee:

Angel Sanctuary verbindet den Glauben an eine Höhere Macht sowie Engeln und Dämonen mit Action und Liebesdramen. Dadurch kann sich die Idee auch heute noch von anderen Werken abheben.
Das heutige Japan als zentralen Dreh und Angelpunkt der Geschichte zu benutzen, ist zwar nichts neues allerdings auch nichts verwerfliches.

 

Charaktere:

Der schwächste Punkt von Angel Sanctuary ist mit Abstand die Charaktere. Nicht das sie kein Potential hätten, das haben sie durchaus. Doch es wurde keinesfalls so genutzt wie es hätte sein können.

Die beiden Hauptakteure des Animationswerks Setsuna und Sara Mudou sind die typischen Geschwister Liebespaare welche eine tragische Hintergrundgeschichte haben und dennoch es nicht schaffen wirkliche Emotionen zu erzeugen. Dabei sind diese stereotypen wie geschaffen für eine tragische Geschichte, welche Angel Sanctuary augenscheinlich sein möchte. Setsuna der attraktive und doch ziemlich kühl wirkende junge Mann mit einen Hang zu Problemen, und die von allen wegen ihrer sanften Anmut bewunderten Sara, lieben sich schon seit frühster Kindheit. Doch diese Tragik, das beide eigentlich nicht zusammen sein dürfen, schaffen die Charaktere nicht herüberzubringen.

Was die Nebencharaktere angeht, so sind diese mehr als ersetzbar. Wir haben einen tot langweiligen Antagonisten sowie seine Helfer. Außerdem eine dritte Fraktion, welche mehr auf eigene Faust handelt, sowie den coolen jungen, welcher immer düster drein blickt.

Insgesamt was die Charaktere an sich angeht, leider eine Enttäuschung.

Bild:

Seit der Erstausstrahlung des Anime Angel Sanctuary sind nun fast 18 Jahre vergangen und dennoch kann die Animation mit heutigen Werken mithalten. Zwar sind die Farbsättigungen sind so füllig wie bei heutigen Werken, Angel Sanctuary schaut hier etwas eingestaubt aus, doch dies kann das Animationswerk mit seinen durch die japanischen Gothic-Kultur inspirierten Charakterdesign und den sonstigen schönen und teilweise ausgefallenen Charakteren wieder gut machen.

 

Musik:

Musikalisch konnte vor allem der Soundtrack von Hikaru Nanase, innerhalb des Animationswerkes überzeugen. Dieser unterstützte den Anime und verpasste dem Geschehen die passende Atmosphäre. Das Opening gesungen von Yura Yayoi sowie das Ending welches von Satoshi Hirose gesungen wurde, überzeugten nur bedingt. Zwar schafften diese ebenfalls eine passende Atmosphäre zu den jeweiligen Sequenzen zu erzeugen, schaffen es allerdings nicht, den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen.

 

Sprecher/Ton:

Mit Sebastian Schulz als Setsuna Mudou und Rubina Kuraoka als Sara Mudou besitzt Angel Sanctuary heutige alte Anime-Synchronisations-Hasen. Und so klingen diese auch. Authentisch zu ihren jeweiligen Rollen. Doch dies trifft auch auf den restlichen Sprecher-Cast wie Julia Meynen als Kurai oder auch Gerrit Schmidt-Foß als Rosiel und die vielen anderen Sprecher.
Die Synchronisation aus dem Hause Bikini Studios in Berlin, besitzt ebenfalls keine Schnittfehler oder größere Asynchronitäten.
Fans der deutschen Synchronisationen, werden gewiss ihren Spaß hierbei haben.

 

75
Geschichte
70
Idee/Setting
60
Charaktere
85
Bild/Animation
88
Musik
79
Sprecher/Ton
Ergebnis 76.2 / 100

 

Fazit:

Angel Sanctuary überzeugt durch eine gute Geschichte, welche allerdings unter ihrer viel zu stereotypischen Charaktere und dem abrupten Ende leidet.

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