ANIME REVIEW: AGENT AIKA

Worum geht es?

© STUDIO FANTASIA, BANDAI VISUAL

Japan in nicht allzu ferner Zukunft. Durch eine Kette von Naturkatastrophen hat sich der Meeresspiegel gehoben. Einst blühende Küstengebiete wurden zu Geisterstädten, die in den Tiefen des Ozeans allmählich zerfallen. Agenten mit Spezialausbildung übernehmen die riskante Aufgabe, die dort begrabenen Schätze den Fluten wieder zu entreißen. Zu ihnen gehören die attraktive Aika Sumeragi und ihre Freundin Rion, die für die K2 Corporation, die Rions Vater Gozo gehört arbeiten.

Als die gesamte K2 Firmenbelegschaft nach einem gefährlichen Auftrag auf einer Südseeinsel Urlaub macht, verliebt sich Aika in den charmanten Pierre, den allerdings ein dunkles Geheimnis umgibt…!
Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und mit dem Urlaubsfrieden ist es nicht mehr weit her.
Die DELMOS-Organisation erscheint auf der Bildfläche und will sich an Aika und ihren Freunden rächen! Das ist der Beginn einer abenteuerlichen Hetzjagd in deren Verlauf viel passiert und noch mehr zu Bruch geht, inklusive dem K2 Hauptquartier!
Beim ultimativen Showdown schließlich sieht es sehr schlecht für die K2 Coporation aus, denn sie müssen ohne Aika auskommen, das diese verschollen ist…!

1997 erschien die siebenteilige OVA Agent Aika unter dem Studio Fantasia welches 2016 Bankrott anmelden musste. 2007 und 2009 folgten zwei dreiteilige OVAs mit dem Titel AIKa R-16: Virgin Mission und AIKa Zero. Chronologisch, ist hierbei R16 der erste und Zero der zweite Teil der Agent Aika Triologie. Die 1997 erschienene siebenteilige OVA bildet hier den Abschluss.

1998 erschien ebenfalls ein 7 Kapitel umfassender einbändiger Manga zu Aika im Wani Books Verlag in Japan.

In einem einjährigen Zeitraum von 2000 bis 2001 erschien Agent Aika das erste Mal unter OVA Films in Deutschland. 17 Jahre später am 29.06.2018 erschien bei Agent Aika nun als Gesamtausgabe unter Nipponart bei uns auf DVD. Hierbei wurden sowohl AIKa R-16: Virgin Mission wie auch Agent Aika auf deutsch Synchronisiert. AIKa Zero, wurde als Original mit Untertitel belassen.

Geschichte:

Agent Aika überzeugt durch den typischen 90s Anime-Stil. Viel Action gepaart mit übermäßigen Panty-Shots und viel Comedy. Dabei wird die Geschichte durchaus konsequent verfolgt, wenngleich die stellenweise übermäßig benutzten Kämpfe und die daraus resultierenden Nackten Brüste und Hintern den Erzählfluss minderten.
Hier wäre weniger deutlich besser gewesen, ist die zugrundeliegende Geschichte um das mysteriöse Lagu doch eine spannende.

Auch die später erschienen OVAs AIKa R-16: Virgin Mission und AIKa Zero überzeugen vor allem durch Ihre konsequente Erzählweise. Wenngleich auch hier der T&A-Aspekt leider die Geschichte stellenweise negativ prägt.

Idee:

Agent Aika sowie AIKa R-16: Virgin Mission und AIKa Zero besitzen ein in sich stimmiges Konzept, welches durch das Setting und der Idee einer Welt welche der Vernichtung gerade noch entkam abgerundet wird. Wie schon bei der Geschichte erwähnt, ist allerdings der übertriebene T&A-Aspekt ein großes Manko bei diesem Franchise, wenngleich mir bewusst ist, dass dies eben zu dieser Sorte von Anime gehört.


Charaktere:

Im Wesentlichen besitzt das Werk AIKa sehr interessante Charaktere besonders die Hauptprotagonistin Aika Sumeragi ist ein überaus interessanter und vielseitiger Charakter, wenngleich einige Wesenszüge durchaus vorhersehbar gestaltet wurden.

Genauso vorhersehbar sind ihre Begleiter wie zum Beispiel Rion Aida, die tollpatschige Partnerin an der Seite von Aika. Rion ist der typische Sidekick welcher es zwar gut meint, doch mehr Ärger als Hilfe ist. Dabei ist es allerdings gerade Rion, welche den Großteil des Comedy-Aspektes ausmacht.
Was die Antagonisten angeht, so sind diese zwar interessant gestaltet, doch keinesfalls gut herübergebracht. Ihre nächsten Schritte sind meist mehr als Eindeutig und können auch nicht von stereotypischen Geschwisterliebespaar ablenken. Wobei letztere eine Möglichkeit der Abscheu bietet.

Zusammengefasst sind die Charaktere also nichts weiter als stereotypen, welche zwar interessant gestaltet aber keinesfalls genauso herübergebracht wurden.

Bild:


Bild – und Animationstechnisch müssen wir hier zwischen der OVA-Serie Agent Aika aus dem Jahr 1997 bis 1999 und den dreiteiligen OVAs von 2007 und 2009 unterscheiden. Das offensichtlichste ist hier natürlich das bis zum Ende des 20. Jahrhunderts gängige 4:3 Bildformat welches auch bei Agent Aika noch genutzt wurde und den bei den späteren Teilen verwendete 16:9 Format.
Ferner muss man das Alter der „original“ OVA-Serie Agent Aika bedenken, ist diese doch schon damals 8 beziehungsweise 10 Jahre alt gewesen.
Lässt man das Bildverhältnis außen vor, so ist zwar die siebenteilige OVA-Serie durchaus sichtlich in die Jahre gekommen, doch Animationstechnisch ist sie mit den späteren Folgen AIKa R-16: Virgin Mission und AIKa Zero gleichzusetzen, wenngleich die neuen Folgen durchaus einen ansprechenderen Animationsfluss genießen.
Was den Farbkontrast beziehungsweise die Farbsättigung angeht, so sind auch hier die neuen Teile bei weitem besser produziert worden. Was allerdings den verbesserten Technischen Bedienungen zuzusprechen ist.
Was das Charakterdesign betrifft, so sind diese vor allem in den späteren OVAs sehr gut gelungen. Gerade die jüngere Aika Sumeragi, sticht hierbei hervor. Zwar ist das Charakterdesign der ursprünglichen Agent Aika-OVA durchaus gelungen und schön anzusehen, dennoch merkt man den qualitativen Unterschied von 8 Jahren durchaus.

Musik:

Musikalisch konnte sowohl die original OVA wie auch die späteren Werke beim Opening und Ending überzeugen, wenngleich das Opening mit dem Titel Sailing to the Future sowie das Ending mit dem Titel Rise gesungen vom Ami Koshimuzu etwas an Pep fehlt. Hier konnte Mari Sasaki mit dem Opening Titel Silent City sowie Mink mit Manatsu no Seiza in Agent Aika besser performen. Hiroko Konishi mit More Natural als Ending und Punky Fruites! mit dem Endingsong Dance with me tonight, zeigten ebenfalls eine bessere Leistung.

Generell ist der Soundtrack innerhalb der OVAs nichts besonderes. Hier fehlte einfach das gewisse etwas um mehr Spannung und Emotionen hervorzurufen. Eine schöne musikalische Untermalung, war er dennoch.

Sprecher/Ton:

Synchrontechnisch, ist Agent Aika ein harter Brocken.  Nicht weil Simone Kloss als Aika Sumaragi oder Christine Schlembach als Rion Aida oder auch Nina Marschke oder irgendein anderen Sprecher hier schlecht war, die Sprecher waren gut ausgewählt und klangen authentisch. Vielmehr, war es der Schnitt beziehungsweise das falsche Abmischen der Stimmen, welches hier negativ aufgefallen ist. In vielen Szenen innerhalb Agent Aika waren die Stimmen und das Bild stellenweise Sekunden versetzt beziehungsweise nicht Lippensynchron. Zum Glück wurde dieser Fehler durch die Synchronfirma Neue Tonfilm mit der Dialogregie und dem Dialogbuch von Beate Pfeiffer nicht wiederholt.

Synchrontechnisch also zumindest für die original OVA-Serie ein Fiasko.

89
Geschichte
92
Idee/Setting
65
Charaktere
70
Bild/Animation
64
Musik
80
Sprecher/Ton
Ergebnis 76.7 / 100

Fazit:

Die Triologie rund um Agent Aika ist zwar spannend, es wurde allerdings schlichtweg zu viel auf T&A gesetzt, wodurch die Geschichte nicht so gut herüberkam, wie sie hätte sollen.

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